Die jüngste Abwärtsbewegung an den internationalen Börsen hat den Pharma- und Spezialchemiekonzern
Bayer voll erwischt. Die Aktie verlor aufgrund der eingetrübten Konjunkturaussichten deutlich an Wert. Während die Anteilsscheine zur Jahresmitte noch zwischen 54 und 58 Euro pendelten, rutschte
Bayer Anfang August in rasantem Tempo zunächst bis auf 42 Euro ab. In den darauf folgenden Tagen bildete sich eine Seitwärtszone zwischen 42 und 46 Euro aus. Zu Beginn des aktuellen Monats fiel
Bayer mit negativen Nachrichten bezüglich eines Medikaments dann weiter gen Süden. Das bisherige Jahrestief wurde bei 35,33 Euro markiert.
Im obigen Chartbild ist deutlich zu sehen, dass der Aktienkurs trotz der Erholung der vergangenen Tage weiterhin innerhalb des Abwärtstrends notiert. Die kurzfristige Negativ-Linie, die sich seit Ende Juli ausgebildet hat, verläuft aktuell bei 39,84 Euro. Zu erkennen ist auch, dass
Bayer die Erholungsbewegung des Marktes nur geringfügig mitgemacht hat. Während der DAX um über 500 Punkte zulegte, erholte sich
Bayer nur leicht. Aus charttechnischer Sicht besteht bislang kein Handlungsbedarf.
Allerdings könnte sich dies bald ändern: Sollte
Bayer in den kommenden Tagen über die Marke von 40 Euro steigen, so würde dies ein erstes Kaufsignal generieren. Zum einen wäre dann der kurzfristige Abwärtstrend gebrochen. Zum anderen wäre bei einem Sprung über 40 Euro der Mini-Widerstand überwunden, der sich aus dem gestrigen Tageshoch ergeben hat. Auf dem Weg nach oben bestehen weitere Widerstände bei 42 Euro sowie knapp oberhalb von 46 Euro.
Nach dem heftigen Abverkauf der vergangenen Wochen ist eine technische Erholung von 10 bis 15 Prozent längst überfällig. Anleger, die auf eine solche Bewegung setzen möchten, können knapp über 40 Euro ein Stop-Buy-Limit in den Markt legen und sich auf diese Weise automatisch einstoppen lassen, wenn das Kaufsignal generiert wird.
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