Wer Aktie mit hoher Volatilität sucht, kommt an der Dialog-Aktie nur schwer vorbei. Von Mitte August 2010 bis Mitte Januar schoss der Chipwert um rund 130 Prozent nach oben. Sechs Monate später bekommen die Anleger die Papiere bereits wieder gut 45 Prozent günstiger. Doch damit nicht genug – in den vergangenen vier Wochen ging es um knapp 40 Prozent nach oben.
Charttechnisch war die Aktie von Januar bis Juni in einem breiten Abwärtskanal gefangen. Anfang Juli kam es auf der Oberseite zunächst zu einem kleinen Fehlausbruch. In den Folgetagen gab die Notierung bis auf die Unterstützung bei rund zwölf Euro nach, ehe es hier zu einer Stabilisierung kam. Die anschließend ausgebildete lange weiße Kerze lieferte bereits einen ersten Hinweis auf erhöhten Kaufdruck. In den Folgetagen wurde nicht nur der Abwärtskanal nach oben hin verlassen, sondern im Gegensatz zur Bewegung Anfang Juli auch die fallende 100-Tage-Linie geknackt. Nach den Kursgewinnen vom Montag sieht es nun auch so aus, als ob sich die Aktie über der noch leicht steigenden 200-Tage-Linie etablieren kann. Der gleitende Durchschnitt hat bei der Dialog-Aktie eine erhöhte Relevanz, wie die erfolgreichen Tests von oben zwischen März und Mai zeigen. Entsprechend bullisch wären künftige Notierungen über der Linie zu werten, so dass eine Fortsetzung der impulsiven Aufwärtsbewegung durchaus möglich ist.
Weitere Kurszuwächse sind zunächst bis an den Schnittpunkt einer inneren Aufwärtstrendlinie sowie einer horizontalen Zone bei rund 16 Euro zu erwarten. Auf diesem Niveau fällt eine Richtungsentscheidung für die mittelfristige Zeitebene. Wird der Bereich per Tagesschluss überwunden (Kurs über 16,30 Euro), lauern weitere Widerstände bei 17,50 und dem Jahreshoch bei 19,85 Euro. Erste Teilpositionen können daher aufgebaut und bei Überschreiten der Chartmarken entsprechend ausgebaut werden.
Nach unten hin sollte wie bereits im Frühjahr die steigende 200-Tage-Linie bei derzeit 14,40 Euro stabilisierend wirken. Knapp darunter bei rund 14 Euro verläuft zudem noch eine schwächer einzuschätzende horizontale Gerade. Das derzeit wieder leicht positive Chartbild bleibt bestehen, so lange die Aktie mindestens über 13 Euro notiert. Erst darunter ist mit einer Fortsetzung und Rückkehr in den Trendkanal zu rechnen.
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