Schlimmer geht es eigentlich nicht mehr: Nach dem Beginn der harten Abwärtsbewegung im Jahr 2007 kommt die Aktie der
Commerzbank immer noch nicht zur Ruhe. Während die Immobilienkrise halbwegs verdaut wurde, belastet seit dem Jahresanfang 2011 vor allem die europäische Schuldenkrise. Im vergangenen Jahr halbierte sich die Aktie des zweitgrößten Finanzinstituts Deutschlands noch einmal im Wert. Auch der Beginn des Jahres 2012 verheißt zunächst nichts Gutes.
Mit einem Kurs von aktuell 1,23 Euro erscheint die
Commerzbank vielen Anleger als sehr günstig. Die Charttechnik mahnt allerdings vehement zur Vorsicht. Der Abwärtstrend der DAX-Aktie ist weiterhin vollkommen intakt, eine Besserung ist bislang nicht ersichtlich. Im November markierte die Aktie ein neues Rekordtief bei 1,12 Euro. Seitdem konnte sich der Finanzwert nicht nennenswert erholen. Im Gegenteil: In den ersten Handelstagen des neuen Jahres rutschte die
Commerzbank wieder in die Nähe des Tiefs.
Belastend wirkt vor allem die charttechnische Abwärtslinie, die momentan bei 1,50 Euro verläuft. Ebenfalls bei 1,50 Euro liegt ein Widerstand, der für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgt. Auf der Unterseite besteht dagegen im Bereich von 1,15 Euro eine kleine Unterstützungslinie.
Insgesamt betrachtet sieht das Chartbild der
Commerzbank weiterhin düster aus. Neue Tiefstkurse sind möglich. Erst ein Anstieg über die Abwärtstrendlinie sowie ein Sprung über den Widerstand bei 1,50 Euro würden Anlass zur Hoffnung geben. Bis dahin sollten Anleger die DAX-Aktie weiterhin meiden.
Empfehlen