Beim Blick auf die Performance-Rangliste seit Jahresbeginn fällt auf, dass vor allem Autowerte wieder ganz oben auf der Einkaufsliste der Anleger standen. Unter den ersten sechs Werten finden sich mit
Daimler,
BMW und
Volkswagen drei Vertreter aus diesem Segment. Etwas weiter gefasst könnte man auch noch den Lkw-Bauer
MAN auf dem fünften Rang mit zu dieser Gruppe zählen. Auf der Pole-Position von diesem Trio notiert derzeit die Daimler-Aktie mit Kursgewinnen von 42 Prozent - innerhalb von nur sechs Wochen. Bezogen auf die Marktkapitalisierung stieg der Wert der Stuttgarter um rund 14 Mrd. Euro auf derzeit 52 Mrd. Euro. Lässt man die gute fundamentale Entwicklung außen vor und betrachtet den allgemein überhitzten Gesamtmarkt, stellt sich die Frage, ob bei den bisherigen Top-Performern nicht auch die kräftigsten Gewinnmitnahmen drohen, falls die überfällige Konsolidierung am Markt einsetzen sollte.
Ein Vergleich mit dem DAX zeigt, dass die Daimler-Aktie während des Crashs im vergangenen August deutlich kräftiger unter die Räder kam. Während der deutsche Leitindex gegenüber dem Stand von Anfang August um rund 30 Prozent nachgab, verbilligten sich die Daimler-Aktien sogar um deutlich mehr als 40 Prozent.
„Was stark fällt, steigt auch wieder“ – wie bei
Daimler. Nachdem die Aktie Mitte November ihr Tief markiert hatte, ging es wieder deutlich aufwärts. Die Outperformance gegenüber dem DAX kommt daher vor dem Hintergrund des wesentlich kräftigeren Abverkaufs im Herbst vergangenen Jahres nicht ganz so überraschend. Dennoch steigt natürlich nach Kursgewinnen von gut 60 Prozent seit dem November-Tief bei vielen Anlegern die Versuchung, die kurzfristig sehr hohen Buchgewinne zu realisieren.
The trend is your friend – noch...
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