Chartanalysen

Chartanalyse Gold-Ausbruch mit Warnzeichen

[09:55, 30.01.12]

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Die Würfel sind gefallen: Mit Rückenwind durch die amerikanische Notenbank Fed sprang der Goldpreis vergangene Woche über den Abwärtstrend. Ein Angriff auf die 2000 Dollar-Marke ist dennoch keine ausgemachte Sache.



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Gold
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Die Reaktion fiel dann doch recht dynamisch aus. Bis kurz vor der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank am vergangenen Mittwoch behauptete sich der Goldpreis zwar über der 200-Tage-Linie – für einen Bruch des seit September bestehenden Abwärtstrends reicht die Kraft aber noch nicht. Erst das Statement der Fed, die Zinsen wohl länger als bisher angenommen sehr tief zu lassen, sorgte für den nötigen Impuls. "Nachdem der Chef der US-Notenbank niedrige Zinsen bis spät 2014 in Aussicht gestellt hat, hat die Nachfrage spürbar angezogen", sagte Analyst Pradeep Unni von Richcomm Global Services. "Ängstliche Investoren haben sich zu den Spekulanten gesellt, die nun wegen einer Währungsabwertung stark besorgt sind."

Am vergangenen Donnerstag stieg der Preis für die Feinunze nicht nur über den Abwärtstrend bei 1670 Dollar, sondern auch die fallende 100-Tage-Linie bei 1682 Dollar. Erst knapp unter der 1750er-Marke kam der jüngste Kaufimpuls zum vorläufigen Stillstand. Zu Wochenbeginn dominieren zunächst wie am Aktienmarkt Gewinnmitnahmen. Anders als der DAX, der mit Kursen um 6500 Punkte bereits über dem Oktober-Hoch notiert, kämpft der Goldpreis mit dem nächsten Widerstand bei 1750 Dollar. Dieser lässt sich aus der im Vergleich zum November-Top bei rund 1800 Dollar um rund 50 Dollar tiefer gelegenen Erholungsbewegung ableiten.

Wer noch nicht investiert ist, sollte jetzt nicht überstürzt auf den „fahrenden Zug“ aufspringen und gehebelt in Gold einsteigen. Seit der Ausbildung einer bullischen Hammer-Kerze mit einem Intraday-Tief bei 1522 Dollar am 29. Dezember ist die Feinunze ohne Konsolidierung bisher um rund 14 Prozent angezogen. Entsprechend groß ist die Möglichkeit vor allem bei kurzfristig agierenden Anlegern, Gewinne zu sichern. Das derzeitige Rückschlagspotenzial reicht bis an die aus der 100-Tage-Linie und dem Abwärtstrend bestehende Kreuzuntertsützung bei rund 1670 Dollar. Zugleich könnte Gold mit einem möglichen Retest seinen derzeit überkauften Zustand abbauen. Auf dem ermäßigten Niveau bietet sich dann ein Neueinstieg oder Positionsaufstockung an.

Denkbar ist aber auch, dass die Erholung nur sehr kurz ausfällt. Das nächste Kaufsignal und damit die Bestätigung der Aufwärtsbewegung ergibt sich ab Kursen oberhalb von 1757 Punkten. Die Luft reicht dann zunächst bis an das November-Hoch bei 1800 Dollar. Erst wenn auch dieser Hürde genommen ist, kommt das 2011-Hoch bei 1921 Dollar auf die Agenda.

Nächster Abschnitt: Mittelfristig steht Gold ...

In diesem Artikel
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  2. Mittelfristig steht Gold ...

 

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