Die Charts der in Deutschland gelisteten Immobilien-Aktien sehen alle ähnlich trüb aus. Während der Allgemeinmarkt in den vergangenen Wochen kräftige Aufschläge verbuchte, notieren die Vertreter dieser Branche noch im Keller. Von Kursgewinnen kann nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Die im MDAX geführte Aktie von
Gagfah halbierte sich innerhalb des vergangenen Jahres. Mit aktuell vier Euro notiert der Wert immer noch in der Nähe des Jahrestiefstkurses.
Bislang ist der mittelfristige Abwärtstrend bei
Gagfah weiterhin intakt. Die bedeutende Chartlinie verläuft aktuell knapp über der 4-Euro-Marke. Solange diese Linie nicht nach oben hin gebrochen wird, sieht es für den Immobilien-Wert nicht gut aus. Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass
Gagfah in den vergangenen Monaten zwischen 3,70 und 3,80 Euro eine Bodenbildungsphase vollzogen hat. Das Jahrestief aus dem August 2011 wurde nicht mehr unterschritten. Das genannte Kursniveau hat selbst während der starken Marktverwerfungen solide gehalten – ein erster kleiner Pluspunkt.
Richtig spannend wird der Gagfah-Chart, wenn die Aktie über die mittelfristige Abwärtslinie klettert. Ein Ausbruch über die negative Chart-Linie würde ein Kaufsignal generieren und erhebliches Kurspotenzial entstehen lassen. Konservative Anleger können auch zunächst den Bruch des Widerstandes bei 4,18 Euro abwarten. Spätestens dann würde die Chart-Ampel jedoch auf grün springen und eine starke Erholungsbewegung erwarten lassen. Das Nachholpotenzial wäre aus charttechnischer Sicht enorm: Bei einem erfolgreichen Ausbruch würde der Bereich um fünf Euro als erstes Kursziel gelten, denn erst dort verläuft der nächste nennenswerte Widerstand.
Anleger, die den Kursverlauf der MDAX-Aktie nicht ständig beobachten wollen, können den Ausbruch auch mit einer Stop-Buy-Order handeln. Je nach Risikoneigung sollte das Limit bei 4,10 oder 4,20 Euro gesetzt werden. Zur Absicherung der Position empfiehlt sich dann ein Stopp-Kurs knapp unter der Marke von 3,80 Euro.
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