Lanxess-Aktionäre hatten im Jahr 2011 nicht viel zu lachen: Die Aktie verbuchte herbe Minuszeichen. Während der Chemie-Titel im Januar 2011 noch bei rund 60 Euro gehandelt wurde, rutschte
Lanxess zwischenzeitlich bis auf 32 Euro ab. Besonders in der zweiten Jahreshälfte geriet das Wertpapier im Zuge der allgemeinen Marktturbulenzen unter heftigen Verkaufsdruck. Doch im aktuellen Jahr scheint es genau andersherum zu laufen: Seit dem Jahreswechsel kennt
Lanxess nur noch die Richtung nach Norden. Von rund 40 Euro ging es innerhalb weniger Wochen bis auf 55 Euro hinauf. Damit hat
Lanxess bereits 37 Prozent an Wert gewonnen und gehört zu einer der stärksten Aktien auf dem deutschen Parkett.
Im mittelfristigen Chartbild ist der kräftige Anstieg eindrucksvoll zu sehen. Schnurstracks ging es nach oben - selbst der charttechnische Widerstand im Bereich von 49 Euro konnte der Aktie nur kurzfristig Probleme bereiten. Ende Januar verließ
Lanxess den Widerstandsbereich nach oben und kletterte bis auf das aktuelle Kursniveau.
Mittlerweile ist der MDAX-Titel allerdings an einem weiteren Widerstand angekommen. Mit 55,10 Euro notiert die Aktie im Bereich der Begrenzungslinie bei rund 55,50 Euro. In dieser Region sollte ein weiterer Anstieg zunehmend schwieriger werden. Der genannte Widerstand ist aus der Entwicklung im Juli und August 2011 entstanden und sollte zumindest kurzfristig für einen Verkaufsüberhang sorgen.
Nach der enormen Performance seit Jahresanfang befindet sich
Lanxess sowieso in einem überkauften Zustand. Eine Konsolidierung wäre für die technische Situation der Aktie nur gesund. Als mögliches Korrekturziel gilt der Bereich um 49 Euro. Spätestens dort kann der Chemie-Titel wieder beherzt gekauft werden. Die jüngste Stärke der Aktie lässt langfristig gesehen weiter steigende Kurse erwarten.
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