Am gestrigen Dienstag hatten Nordex-Aktionäre allen Grund zur Freude: Die Aktie des Windkraftanlagenherstellers schloss mit 8,8 Prozent im Plus. Nach einer gefühlten Ewigkeit sendet
Nordex damit endlich mal wieder ein positives Chartsignal.
In den vergangenen Jahren lief es nicht gut für
Nordex. Trotz zahlreicher internationaler Großprojekte und vollen Auftragsbüchern sank die Marge des Herstellers von Windkraftanlagen deutlich. Kein Wunder, dass der Aktienkurs in den vergangenen vier Jahren regelrecht zusammenbrach. Ausgehend vom Hoch im Jahr 2007 hat sich der Wert des Papiers gezehntelt.
Der harte Abwärtstrend des TecDAX-Mitglieds ließ Aktionäre fast verzweifeln, fast wöchentlich wurden neue Negativ-Marken aufgestellt. Zuletzt hat sich die charttechnische Situation des Wertpapiers jedoch erheblich aufgehellt. Bereits Anfang Oktober 2011 verließ die Aktie den seit langem bestehenden Abwärtstrend. Allerdings vollzog
Nordex in den darauf folgenden Wochen keine starke Erholungsbewegung, sondern dümpelte eher im Bereich um vier Euro umher. Zurückblickend kann eine Seitwärtsphase mit einer oberen Begrenzung bei 4,60 Euro sowie einer unteren Begrenzungszone bei 3,49 / 3,71 Euro ausgemacht werden.
Erst am Dienstag-Nachmittag verbesserte sich das Bild der Wind-Aktie schlagartig: Mit dem kräftigen Kurssprung gelang der Ausbruch über den Widerstand bei 4,60 Euro. Zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit generiert die Charttechnik damit ein Kaufsignal.
Auf der kurzfristigen Zeitebene ist nach dem Anstieg seit Jahresanfang zunächst eine Konsolidierung möglich. Ein kleiner Rücksetzer bis auf das Ausbruchsniveau sollte erfolgen. Mittelfristig gesehen sieht es bei
Nordex jedoch gut aus. Die Chance auf eine kräftige Erholungsbewegung war selten höher als zum jetzigen Zeitpunkt.
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