Im Allgemeinen starteten die deutschen Aktien sehr freundlich in das neue Jahr, fast alle Werte verzeichneten seit Januar deutliche Kursgewinne. Bei Bertrandt setzte allerdings schon viel früher eine positive Entwicklung ein. Bereits seit Anfang Oktober hat sich bei der Aktie ein Aufwärtstrend gebildet.
Kurzer Rückblick: Die Schwächephase des Gesamtmarktes hatte im August 2011 auch bei dem Automobilzulieferer für Verkaufsdruck gesorgt und den Wert um rund 30 Prozent nach unten geschickt. Im Bereich von 32 bis 34 Euro hat die Aktie jedoch einen Boden ausgebildet, der sich für die folgende Entwicklung als sehr tragfähig herausgestellt hat.
Die früh einsetzende Erholungsbewegung vom Oktober führte den SDAX-Wert von 33 Euro bis auf 55,46 Euro hinauf. Damit verbuchte die Notierung innerhalb weniger Monate einen Anstieg von über 60 Prozent und konnte die vorherigen Verluste schnell wieder aufholen. Aktuell notiert Bertrandt mit 54,72 Euro in der Nähe des Sechs-Monats-Hochs.
Im mittelfristigen Chartbild der Aktie (siehe Darstellung oben) ist ein starker Widerstand im Bereich von 56 Euro zu erkennen. Die positive Entwicklung der letzten Wochen hat Bertrandt bis knapp unter den genannten Widerstand geführt. Nun ist Vorsicht angebracht: Auf dem aktuellen Kursniveau hat die Aktie bereits öfters Probleme bekommen. Auch dieses Mal könnte kurzfristig Verkaufsdruck entstehen, zumal die Aktie sich sowieso in einem überkauften Zustand befindet.
Ein kurzfristiger Kursrückgang von rund zehn Prozent wäre für die Aktie nicht dramatisch. Nach dem jüngsten Anstieg wäre eine kleine Gegenbewegung völlig normal. Als mögliches Korrekturziel dient der Bereich um 49 Euro, denn dort verläuft eine charttechnische Unterstützung. Ein Rückgang bis auf diese Chartlinie sollte langfristig ausgerichtete Anleger nicht schocken, schließlich wäre der bestehende Aufwärtstrend seit Oktober 2011 selbst dann weiterhin intakt.
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