Während die Papiere von Konkurrent
Volkswagen bereits auf einem neuen Verlaufstief gehandelt werden, hielt sich die Daimler-Aktie in den vergangenen Tagen noch vergleichsweise gut. Kaum überraschend, denn die Papiere des Stuttgarter Konzerns kamen gegenüber dem Jahresanfang bereits am kräftigsten unter die Räder. Während
VW 25 Prozent und
BMW 22 Prozent unter dem Jahresultimo gehandelt werden, steht bei
Daimler bereits ein satter Verlust von 38 Prozent zu Buche.
Im frühen Geschäft am Dienstag steht die Aktie bei 31,30 Euro und damit nur noch knapp über den Tagestiefs vom 12. und 23. September bei rund 30,90 Euro. Grundsätzlich besteht durchaus die Chance, dass es auch im dritten Versuch auf diesem Niveau wieder zu verstärkten Käufen und damit einer Gegenbewegung kommt. Allerdings haben auch die Bären gute Argumente. Denn die Erholung Mitte September reichte noch nicht einmal bis an den nächsten Widerstand bei 37 Euro – geschweige denn bis an das Zwischenhoch bei 38 Euro. Eine Woche später wiederholte sich die Entwicklung: Nach dem Test bei rund 31 Euro wurde die Aktie nur bis 35,40 Euro gekauft, ehe es erneut abwärts ging. Zugleich liefern die Indikatoren ein eher pessimistisches Bild. Der DSS Bressert befindet sich noch nicht im überverkauften Zustand, so dass weitere Abgaben zu erwarten sind. Auch der trendfolgende MACD hart seine Aufwärtsbewegung verlangsamt und droht mit dem Rutsch unter die Signallinie auf Rot zu springen.
Spekulative Anleger, die angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren kurzfristig für den Markt pessimistisch eingestellt sind, können bei Kursen unter 30,90 Euro auf einen KO-Bear setzen.
Barclays bietet ein Papier mit einem KO bei 38 und Basispreis bei 40,22 Euro. Der Hebel liegt bei 3,44, der Spread bei 1,1%. Allerdings ist das Abwärtspotenzial eher begrenzt. Denn bei 30 Euro sichert eine zuverlässige horizontale Unterstützung ab. Erst wenn die runde Marke auf Tagesschlusskursbasis unterschritten wird, eröffnet sich neuer Abwärtsspielraum bis gut 28 Euro. Nach oben hin bleibt die Aktie hingegen vorerst uninteressant. Neue Fantasie kommt erst auf mit einem Hoch über mindestens 36 Euro.
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