Zunächst einmal die reinen Performance-Daten: Während
Q-Cells seit Jahresbeginn bereits um 24 Prozent einbüßte, können sich die Anleger des Bonner Branchenprimus
Solarworld über einen Aufschlag von 20 Prozent freuen. Zwischenzeitlich waren die Aufschläge sogar noch etwas höher. Auch aus charttechnischer Sicht hat sich die bis in den Dezember hinein sehr düstere Lage nun etwas aufgehellt.
Der Tagekursverlauf seit Sommer vergangenen Jahres zeigt es deutlich: Nach dem Ausverkauf bis in den Oktober hinein setzte die Solarworld-Aktie zunächst im Bereich um 2,60 Euro auf. Bis Mitte November erholten sich die Papiere und drehten erst an der fallenden 55-Tage-Linie wieder nach unten. Mitte November kam es erneut zu einem Test des Oktober-Tiefs. Die anschließende Erholung fiel etwas dürftig aus und führte schließlich zu einem kleinen Fehlausbruch auf der Unterseite, der im Handelsverlauf des 9. Dezember aber wieder schnell aufgekauft wurde. Im Zuge einer ersten Kaufwelle wurde Mitte Dezember der 55-Tage-Durchschnitt erobert und einen Monat später auch die längerfristige 100-Tage-Linie.
Am 18. Januar markierte die Aktie bei 4,46 Euro ihr bisheriges Verlaufshoch, ehe es zuletzt zu einem Retest und damit Rückkehr bis an die horizontale Unterstützung im Bereich zwischen 3,80 bis 3,97 Euro kam.
Bisher ist das Verhalten seit dem Ausbruch über rund 3,80 Euro noch durchaus bullisch zu werten und bietet risikobereiten Anlegern aktuell eine gute Einstiegschance. Wichtig ist, dass die Aktie in den kommenden Tagen und vor allem auf Tagesschlusskursbasis nicht mehr unter 3,80 Euro zurückfällt. Im positiven Szenario dreht der Wert nun allmählich wieder nach oben und nimmt zunächst das Zwischenhoch bei 4,46 Euro ins Visier. Fällt die Marke, dürften Anschlusskäufe für Kurszuwächse bis an die runde Schwelle bei fünf Euro sorgen. Darüber wird es dann aber kritisch: Im Bereich um 5,15 bis 5,26 Euro verlaufen mit dem mittelfristigen Abwärtstrend und einer seit mehreren Jahren bestehenden inneren Abwärtstrendlinie (s. Seite 2) zwei als recht stark einzuschätzende Widerstände. Auf Basis des aktuellen Kurses ergeben sich somit Chancen von gut 25 Prozent. Der Stoppkurs kann dabei recht eng bei 3,69 Euro platziert werden – ein recht gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Geht es hingegen unter 3,80 / 3,69 Euro, dürften bald Kurse im Bereich der beiden gleitenden Durchschnitte bei rund 3,35 Euro (deutliche Umsatzhäufung) auf der Tagesordnung stehen.
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