Chartanalysen

Deutsche Bank Auf den Banker des Jahres zocken

[10:50, 23.07.10]


Unterm Strich steht die Deutsche Bank-Aktie derzeit auf dem gleichen Niveau wie noch im Mai vergangenen Jahres. Ob der frisch gekürte „Banker des Jahres“, Josef Ackermann, mit der Entwicklung zufrieden ist, darf bezweifelt werden. Für Trader ergeben sich dennoch lukrative Chancen.


Kurzfristiger Chart auf Stundenbasis

Nicht nur im längerfristigen Kursverlauf tendiert die Deutsche Bank-Aktie seitwärts, auch im äußerst kurzfristigen Stundenchart lässt sich diese Entwicklung beobachten. Nach dem Anstieg Mitte Juni auf bis zu 51 Euro und der damit einhergehenden Überwindung der 50er-Marke wurden viele Bullen auf dem falschen Fuß erwischt. Statt weiter gen Norden zu streben, fiel die Aktie wieder deutlich bis auf 45 Euro zurück. Nach der Konsolidierung setzte eine dynamische Aufwärtsbewegung ein, wobei den Bullen erneut knapp über der runden Schwelle der Mut verließ. In der zweiten Abwärtswelle stoppte der Abverkauf allerdings bereits bei 46,50 Euro, ehe die nun laufende Trendwende einsetzte.

Die Oberseite kann somit relativ klar mit 50,77 bis 51,24 Euro bestimmt werden. Nach den jüngsten Kursgewinnen wird es nun wieder spannend. Zunächst ist zu erwarten, dass die Aktie bis in den Bereich um 50,50 Euro vordringt. Ob es hier zu einem Durchbruch kommt, ist fraglich. Leicht positiv ist zu werten, dass der zweite Rücksetzer vor wenigen Tagen deutlich über dem Niveau der ersten Korrektur stoppte. Es herrscht somit ein gewisser Nachfragedruck in der Aktie, der ebenfalls von der langen weißen Kerze vom Donnerstag bestätigt wird. Die Chancen stehen somit nicht schlecht.

Dennoch sollten Börsianer den Wert zunächst beobachten und abwarten, ob die Aktie am Montag und damit nach Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse über der 200-Tage-Linie eröffnet. Liegt der Stunden-, oder besser noch Tagesschlusskurs über 51,30 Euro, kann die Position ausgebaut werden. Weitere Gewinne bis 52,50 Euro sind dann möglich. Der Stoppkurs sollte ausgehend von 49,50 Euro eng nachgezogen werden.

Zeigt der Wert hingegen erneut Anzeichen von Schwäche (lange schwarze Stundenkerzen- oder eine schwarze Tagescandle oberhalb von 50,50 Euro und ein erneuter Rückfall unter den 200-Tage-Durchschnitt), können risikobereite Anleger zu Knock-out-Bear-Papieren greifen.  Goldman Sachs bietet derzeit einen recht aggressiven Schein (WKN: GS2WD7) mit einem Knock-out bei 55,60 Euro an. Der Hebel liegt bei rund fünf, der Spread bei engen 0,6 Prozent. Oberhalb von 51,50 Euro ist die Position aufzulösen, Teilgewinnmitnahmen bieten sich ab 46,50 Euro an.



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