Chartanalysen

Gold Crashgefahr im „sicheren Hafen“?

[09:00, 29.07.10]

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Gold als sichere Anlage steht bei den Investoren weiterhin hoch im Kurs. Doch wer an eine überzeugende Rally beim Preis hoffte, wurde zuletzt eher enttäuscht. Nun haben sich die Aussichten sogar deutlich eingetrübt. Wie weit reicht das Korrekturpotential?


Mittelfristiger Chart auf Tagesbasis

Als der Goldpreis im September und Oktober vergangenen Jahres endlich die psychologisch wichtige Schwelle von 1000 Dollar hinter sich ließ, sahen die ersten Rohstoff-Bullen schnell den Preis für das begehrte Edelmetall auf 1500 und sogar 2000 Dollar steigen. Nach einer durchaus beeindruckenden Rally von rund 20 Prozent war dann aber Anfang Dezember erst einmal Schluss. Bei 1220 Dollar drehte der Kurs wieder gen Süden. Im Frühjahr konsolidierte Gold auf erhöhtem Niveau, ehe sich Mai und Juni mit 1265 Dollar sogar ein neues Rekordhoch ausbildete. Allerdings kletterte der Goldpreis nicht mehr bis an das obere Ende des Kanals – ein erster Hinweis auf eine bevorstehende Schwäche des Trends. Seit Anfang Juli verblasst der Glanz tatsächlich ein wenig – zeitgleich übrigens mit der Erholung des Euro gegenüber dem Dollar.

Ende Juli testete die Notierung öfter die untere Begrenzung des bisher maßgeblichen Aufwärtskanals bei rund 1180 Dollar. Im Gegensatz zu den mehrmals erfolgten Tests seit Beginn der Range Anfang 2009 kam es nun aber zum signifikanten Durchbruch. Mit einer langen schwarzen Kerze rutschte der Goldpreis aus dem Kanal und lieferte damit auf mittelfristige Sicht ein deutliches Warnsignal. Zwar hielt bisher die erste Unterstützung bei 1160 Dollar. Dennoch sollten noch nicht investierte Anleger erst einmal abwarten, ob die Korrektur bereits ausgestanden ist, bevor ein Einstieg erfolgt. In den kommenden Tagen kann es dabei durchaus noch einmal zu einem Test der Range von unten bei derzeit 1187 Dollar kommen. Die Rückkehr in den Trendkanal erscheint aber eher weniger wahrscheinlich.

Hält die erste Barriere auf der Unterseite nicht, dürfte sehr schnell die viel beachtete 200-Tage-Linie bei derzeit 1148 Dollar in den Blickpunkt rücken. Erst wenn der Goldpreis auch unter den von zahlreichen Investoren verfolgten Durchschnitt ohne auffälligen Widerstand rauscht, müssen weitere Kursverluste bis 1070 oder im Extremfall 1000 Dollar einkalkuliert werden. Ausgehend vom bisherigen Trendkanal ergibt sich übrigens ein theoretisches Kursziel für die kommenden Wochen von knapp unter 1000 Dollar.

Während somit im kurzfristig wichtigeren Tageschart erste Risse zu erkennen sind,  sieht der langfristige Kursverlauf...


 

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