Am vergangenen Mittwoch starteten die Bullen einen ersten Angriff auf den Widerstand bei 4,14 Euro, gestern erfolge die zweite Attacke – erneut wurde diese von den Bären abgewehrt. Was bedeutet das nun für die weitere Entwicklung?
Nach den kräftigen Gewinnen zu Wochenbeginn pendelt die Infineon-Aktie seit Mittwoch seitwärts. Im Stundenchart wird dabei deutlich, dass den Bullen bereits mehrfach bei rund 4,14 Euro der Mut verlies. Nach einem Test dieser Marke kam es immer wieder zu einem Rückfall bis in den Bereich zwischen 4,05 / 4,07 Euro. Die heutige Handelseröffnung bei rund 4,01 Euro (und damit auf dem Niveau der 38-Tage-Linie) dürfte den Bullen einen kleinen Schock versetzt haben – ist aber im Wesentlichen auf die Zinserhöhung der Fed zurückzuführen. Dies zeigt sich auch daran, dass kurzfristig agierende Akteure die Gelegenheit nutzten und sich günstig eindeckten. Eine Stunde später notiert
Infineon bereits wieder in die Mitte der zwei Tage jungen Tradingrange.
Bullen dürften nervös werden
Die gescheiterten Versuche der Bullen, den Widerstand zu knacken, erhöhen natürlich die Signifikanz der Schwelle. Sollten weitere Versuche scheitern, dürften die Optimisten langsam die Zuversicht verlieren und aus dem Wert aussteigen. Damit würde dann auch die Wahrscheinlichkeit eines Rückschlags zunehmen. Mit verstärkter Nachfrage ist bei vier Euro (38-Tage-Linie), 3,97 Euro (kurzfristiger Abwärtstrend) sowie vor allem an der horizontalen Unterstützung bei 3,90 Euro zu rechnen.
Auf der anderen Seite ist nach den abgewehrten Versuchen natürlich mit einer umso deutlicheren Rally zu rechnen, sobald der Kurs auf Stundenschlusskursbasis über 4,14 Euro ausbricht. Spekulative Anleger können somit knapp darüber eine Stopp-Buy-Order in den Markt legen.
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