Der Vola-König im DAX macht seinem Namen mal wieder alle Ehre. Am vergangenen Freitag kletterte die Aktie noch über den zähen Widerstand bei 4,14. Zu Wochenbeginn reichte die Kraft der Bullen exakt bis an einen Abwärtstrend, der durch Parallelprojektion gebildet wurde. BÖRSE ONLINE hatte bereits am Montag (
Sind 1,5 Cent ausreichend?) darauf hingewiesen, dass kurzfristig agierende Anleger an der Trendlinie einen Teil ihrer Gewinne wieder mitnehmen sollten. Vor allem das geringe Handelsvolumen während des Ausbruchs stimmte eher skeptisch. Am Dienstag testete die Aktie zwar noch einmal den Abwärtstrend, konnte diesen aber nicht überwinden und prallte dynamisch nach unten hin ab. Bereits gegen Mittag rauschte die Aktie sogar zeitweise unter die wichtige Unterstützung bei 4,14 Euro – ein äußert bearishes Zeichen. Am Nachmittag setzte sich der Abwärtstrend sehr dynamisch fort. Innerhalb von nur zwei Handelstagen sackte der Kurs um mehr als sechs Prozent ab. Daran zeigt sich erneut, wie wichtig es ist, vor allem bei spekulativeren Werten konsequent Stoppkurse zu setzen und diese auch in den Markt zu legen.
Zur heutigen Handelseröffnung setzte sich die Kursschwäche fort. Dabei wurde ein kleines Gap geschlossen, dass sich vom 16 auf den 17. Februar gebildet hatte. Negativ zu werten ist zudem, dass auf Tagesbasis der zuletzt wichtige 38-Tage-Durchschnitt unterschritten wurde. Kurzfristig erscheint die Aktie nun auf Basis der Indikatoren wieder deutlich überverkauft. Für Entwarnung und damit einen Einstieg ist es aber noch zu früh. Ein Rücksetzer bis an die wichtige Unterstützung bei 3,90 Euro ist durchaus wahrscheinlich. Darunter wäre noch Luft bis 3,82 Euro, ehe sich das Chartbild deutlich eintrüben würde.
Volumen drückt nach unten
Zur Vorsicht mahnt derzeit auch die Entwicklung beim Handelsvolumen. Im Equi-Volumen-Chart, der eine Kombination aus Preis und Umsatz darstellt, wird deutlich, dass die Abwärtsbewegung in den vergangenen Handelsstunden unter hohem Volumen stattgefunden hat. Grundsätzlich gilt, dass der Kerzenkörper umso breiter dargestellt wird, je größer der Umsatz war. Hier scheinen derzeit also gerade ein paar schwerer investierte Adressen kurzfristig Kasse zu machen.
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