Nach Meinung von Analyst Simon Schafer seien die Geschäftsbereiche des Chipherstellers noch immer historisch niedrig bewertet und dies werde den zu erwartenden steigenden Erträgen nicht gerecht. Die Gewinnprognose je Aktie wurde daher um 14 Prozent nach oben korrigiert. Unter dem Strich wurde die Aktie des Chipherstellers auf „Conviction Buy“ belassen, dass Kurziel liegt rund 50 Prozent über der derzeitigen Notierung bei sechs Euro. Der Zeitrahmen wurde mit 18 Monaten angegeben.
An der Börse verpuffte jedoch die Wirkung am vergangenen Freitag. In einem schwachen Gesamtmarktumfeld sackte die Aktie um knapp vier Prozent ab. Das Tagestief lag dabei nahezu exakt auf einer wichtigen Kreuzunterstützung, die von einer horizontalen Geraden bei 3,90 Euro und einem seit Ende November bestehenden Aufwärtstrend gebildet wird. Letzterer stellt zudem die erste wichtige Unterstützung auf der Unterseite dar und sollte nicht per Tagesschluss unterschritten werden. Verstärkt wird der Bereich knapp über der 3,90er-Marke durch die von kurzfristigen Investoren viel beachtete 38-Tage-Linie.
Doch auch bei einem Rutsch unter 3,90 Euro trübt sich das charttechnische Bild nur ein wenig ein. Bei 3,69 Euro verläuft eine innere Trendlinie, die seit Herbst vergangenen Jahres bereits mehrfach Ausgangpunkt für deutliche Korrekturen oder Erholungen war. Nach oben hin ist im kurzfristigen Bereich Luft bis 4,41 Euro. Die obere Gerade erwies sich bereit Anfang Januar und am 3. Februar als zu große Hürde für die Bullen.
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