Kurz vor dem Wochenende wird es noch einmal spannend bei
Infineon. Am Donnerstag markierte die Aktie des Münchener Chipkonzerns auf Intraday-Basis bereits ein neues Jahrshoch. In der Spitze kletterte das Papiere bis auf 4,407 Euro – konnte sich aber in der luftigen Höhe nicht behaupten. Wie zu befürchten war, setzten Gewinnmitnahmen ein und drückten die Papiere wieder zurück bis auf 4,33 Euro. Zum Handelsschluss behielten dennoch die Käufer die Oberhand. Die Aktie schloss um 0,14 Prozent fester bei 4,37.
Die Vorgaben könnten kaum besser sein. Neben einem freundlichen Börsenumfeld stützen vor allem die Nachrichten des Halbleiter-Riesen National Semiconductor. Die Amerikaner meldeten einen Gewinn je Aktie von 22 Cent – vier Cent mehr als erwartet. Die Umsätze kletterten gegenüber dem Vorjahr um knapp 24 Prozent auf 362 Millionen Dollar und lagen damit ebenfalls über den Prognosen. Aber auch der Ausblick sorgt für gute Laune: National Semiconductor rechnet mit Umsätzen für das laufende Quartal mit einer Spanne von 375 bis 390 Millionen Dollar. Der Konsens lag bisher bei lediglich 361 Millionen Dollar.
Unter dem Strich sollte damit einem Anstieg auf eines neues Jahreshoch – vor allem auf Schlusskursbasis – nichts im Wege stehen. Ob es aber dazu kommen wird, bleibt zunächst noch abzuwarten. Nach den jüngsten Kursgewinnen dürften einige Marktteilnehmer derzeit Gewinne mitnehmen. Sollte der heutige Schlusskurs aber dennoch über 4,39 Euro liegen, wäre dies als ein klares bullishes Zeichen zu interpretieren. Kurzfristig wäre dann Luft bis 4,48/4,50 Euro. Hier verläuft eine leicht steigende Trendlinie, die sich aus den Tageshochs vom September vergangenen Jahres wie Januar und Februar dieses Jahres ableiten lässt und mit ihren drei Auflagepunkten bereits eine gewisse Bedeutung hat.
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