Wer längerfristig in
Nordex investiert ist, dürfte wohl kaum Freude an der Performance haben. Aber auch Neueinsteiger werden auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Seit Jahresbeginn büßte der Kurs um 24 Prozent ein – Platz 27 unter den 30 TecDAX-Werten. Doch die schlechte Stimmung im Zuge der Wirtschaftskrise scheint allmählich der Hoffnung zu weichen. Experten zufolge könnte Wind bereits in zehn Jahren für 25 Prozent des Strombedarfs in Deutschland stehen. Aktuell steuert diese Art der grünen Energie gut sieben Prozent zum Strommix bei.
Auch an der Börse scheinen die Nordex-Papiere wieder leichten Rückenwind zu verspüren. Nachdem sich die Aktie im Mai nur mit Mühe über der Marke von sieben Euro stabilisierte, lässt sich zumindest seit Anfang Juni der Übergang in eine Seitwärtsentwicklung erkennen. Der Abverkauf in den vergangenen Monaten könnte somit vor dem Ende stehen, zumal der Ausverkauf im Frühjahr auch unter vergleichsweise recht hohem Volumen abgewickelt wurde.
Aktuell steht die Aktie an einer wichtigen Hürde. Seit Anfang des Jahres begrenzte jeweils die 100-Tage-Linie die laufenden Erholungen. Anfang Januar, Mitte April und Ende Juni stieg die Aktie jeweils Intraday in der Spitze bis an den Gleitenden Durchschnitt, ehe Gewinnmitnahmen einsetzten. Dabei fungierte auch der seit Jahresbeginn bestehende Abwärtstrend als bisher zuverlässige Hürde.
Zum Wochenstart schaffte der Wert zu Handelseröffnung erstmals den Sprung über die Gerade. Auch zum Handelsschluss hielt sich das Papier knapp über der Trendlinie. Zur Vorsicht mahnt hingegen das recht geringe Handelsvolumen, welches bei einem nachhaltigen Ausbruch eher deutlich ansteigen sollte. Dennoch lässt sich unter dem Strich auch charttechnisch nun eine Stabilisierung ausmachen. Sollte diese sich heute über der Trendlinie stabilisieren und auch den Gleitenden Durchschnitt überspringen, können risikobereite Anleger mit einer kleinen Position auf eine mögliche Rückkehr der Windenergie-Aktie in höhere Kursregionen setzen. Zwischen 8,24 bis 8,40 Euro lauert allerdings in Form eines breiten Widerstandsbereichs bereits die nächste Herausforderung. Darüber wäre dann Luft bis an den Widerstand bei 9,50 Euro. Nach unten hin sollte die Aktie nicht mehr unter den noch als eher schwach einzuschätzenden Aufwärtstrend bei derzeit 7,62 Euro fallen.
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