Die Papiere der Biotechfirma haben in den vergangenen Tagen kräftig Federn gelassen. Seit Jahresbeginn steht derzeit ein Minus von zehn Prozent zu Buche. Sollte nicht bald Kaufdruck aufkommen, könnte es noch deutlich tiefer gehen.
Das in der Chartanalyse von Mitte Juni noch leicht favorisierte bullishe Szenario ist damit nicht aufgegangen. Wenige Tage später fiel die Aktie unter den langfristigen Aufwärtstrend und generierte damit ein klassisches Verkaufssignal. Wer der spekulativeren Empfehlung folgte, dürfte dennoch nur geringe Verluste erlitten haben, denn der Stoppkurs von 16,50 Euro lag nur knapp unterhalb der Geraden. Inzwischen notiert die Aktie bei nur noch 14 Euro und hat somit auch die recht gute Haltezone bei 14,80 Euro nachhaltig unterschritten. Im Fokus steht nun die noch wichtigere Marke von 14 Euro. Hier hat die Aktie zugleich 50 Prozent der Aufwärtsbewegung von April 2009 bis April 2010 wieder korrigiert – eine entscheidende Marke.
Bereits Anfang 2009 sowie im Sommer und Herbst vergangenen Jahres kam es auf diesem Niveau mehrfach zu einer Trendwende. Die Chancen stehen somit nicht schlecht, dass sich der Wert nun stabilisiert oder zumindest eine technische Gegenreaktion einsetzt. Diese könnte den Titel bis an den nächsten Widerstand bei 14,80 Euro tragen. Auf diesem Niveau liegt zudem eine deutliche Abwärtslücke, die Ende Juli gerissen wurden. Ab Kursen oberhalb des kurzfristigen Abwärtstrends bei derzeit 15,55 Euro hellt sich die Lage auch charttechnisch wieder auf.
Zugleich darf aber auch die Gefahr weiterer Kursverluste nicht unterschätzt werden. Die Qiagen-Aktien befinden sich in einem dynamischen Abwärtstrend, der derzeit noch keine Anzeichen einer nachlassenden Kraft aufweist. Nach den deutlichen Verlusten notierten Indikatoren wie der DSS Bressert und der MACD zwar auf einem überverkauften Niveau. Einstiegssignale (DSS Bressert dreht in die neutrale Zone oder der MACD steigt über seine Signallinie) sind auch hier noch nicht zu erkennen. Allenfalls im DSS Bressert kann mit viel gutem Willen eine leichte positive Divergenz ausgemacht werden.
Wer mitzocken möchte, sollte daher unbedingt einen engen Stoppkurs platzieren, um nicht innerhalb kurzer Zeit tief im Minus zu liegen. Aktuell empfiehlt sich ein Niveau in der Nähe des 61,8 Prozent-Retracements bei 13,30 Euro.
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