Chartanalysen

Solarworld Verkaufswelle in Sicht

[10:15, 11.12.09]

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Wenig Freude hat in den vergangenen Monaten die Aktie von  Solarworld bereitet. Die jüngste Erholungsbewegung scheint sich nun bereits wieder ihrem Ende zu nähern.


Nicht Fisch – nicht Fleisch: Solarworld-Aktien pendeln seit dem Spätsommer in einer sich allmählich enger werdenden Spanne zwischen 18 Euro auf der Oberseite und 14 Euro auf der Unterseite. Die Gelegenheiten, auf der Longseite Gewinne einzufahren, waren jeweils immer nur recht kurz. Mitte November hatte Börse Online in der Chartanalyse  Kaufsignal nach kräftigem Ausbruch?: risikobereiten Anlegern die Aktien bei 15 Euro zum Kauf empfohlen. Die Aktie kletterte bis zum 8. Dezember in der Spitze sogar bis auf 16,18 Euro. Doch damit scheinen die Bullen nun ihr Pulver auch verschossen zu haben. Fast schon symbolisch ist die an diesem Tag gebildete Kerze – eine Shooting-Star ähnliche Formation. Die Lunte reichte dabei exakt bis an den seit Mitte Juni bestehenden Abwärtstrend, dessen Gültigkeit mit dem Test noch einmal bestätigt wurde. Inzwischen notiert das Papier sogar wieder deutlich unter dem 38,2 Prozent-Retracement der Aufwärtsbewegung von Anfang März bis Mitte Mai. Auch der kurzfristige Aufwärtstrend wurde gebrochen.

Negativ zu werten ist auch die Entwicklung des Kurses an der 100-Tage-Linie, die bei der Solarworld-Aktie eine erhöhte Signifikanz hat. Die Erholungsbewegung Mitte Juli scheiterte wie auch Mitte Oktober an dem gleitenden Durchschnitt. Anfang Dezember kletterte die Aktie nur im Intradaybereich über die 100-Tage-Linie, konnte das Niveau aber nicht auf (der wichtigeren) Schlusskursbasis verteidigen. Unter dem Strich ist die jüngste Entwicklung somit klar bearish zu werten.

Es ist zu befürchten, dass die Titel zunächst wieder den leichten Unterstützungsbereich bei 15 Euro ansteuern werden. Sollte sich auf diesem Niveau nicht ausreichend Nachfrage finden, ist mit weiteren Abgaben bis an den Aufwärtstrend bei 14,37 Euro zu rechnen. Investierte Anleger sollten den Wert nun genau beobachten und sich im negativen Szenario von der Aktie trennen. Neue Fantasie würde erst mit einem Bruch der 100-Tage-Linie sowie des Abwärtstrends aufkommen.  Seite 2: Lesen Sie weiter: Solarförderung in Gefahr


 

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