Einst waren die Japaner stolze und beneidete Nummer eins der Autobranche. Dann kamen Rückrufaktionen und viel Pech. Abschreiben sollte man die jetzige Nummer drei der Branche aber noch lange nicht.
TOYOTA MOTOR
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hoch
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Der japanische Autohersteller Toyota will im kommenden Jahre seine Produktion von 7,9 Millionen Fahrzeugen auf 8,48 Millionen Autos steigern und schließt damit stärker zu den Weltmarktführern auf. Aktuell rangieren die Japaner im Kampf um den Platz des weltgrößten Autoherstellers an dritter Stelle. Verkaufsziel des Unternehmens für das kommende Jahr sei ein weltweites Wachstum von 20 Prozent, teilte Toyota am Donnerstag in Tokio mit.
Das angepeilte Ziel läge über Toyotas Rekord von 2007 - damals waren es 8,43 Millionen Fahrzeuge. Zudem sind diese Worte eine klare Kampfansage an General Motors und Volkswagen. GM wird in diesem Jahr mit gut neun Millionen verkauften Autos seinen Platz als weltgrößter Autohersteller verteidigen. 2013 könnten es mehr als 9,3 Millionen sein.
Die Amerikaner hatten den Japanern die Spitzenposition 2008 streitig gemacht. Rückrufaktionen wegen Qualitätsproblemen belasteten Toyota zudem über Monate immens.
Volkswagen - aktuell auf Platz zwei und ebenfalls mit Ambitionen auf den Titel des globalen Auto-Priumus - dürfte dieses Jahr die konzernweite Zielmarke von acht Millionen verkauften Fahrzeugen knacken. Experten trauen den Niedersachsen sogar 8,2 Millionen zu und im nächsten Jahr mehr als 8,7 Millionen.
Viel Pech gehabt dieses Jahr
Die Japaner litten dagegen in diesem Jahr extrem unter Naturkatastrophen. Erst jüngst senkten sie ihre Ergebnisprognose wegen der Flut in Thailand. Am schlimmsten waren jedoch die Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Heimatland, die am 11. März mit einem Seebeben ihren Anfang nahm. Produktionsstätten Toyotas wurden zerstört, Hunderttausende Autos konnten nicht produziert werden.
Die 7,9 Millionen in diesem Jahr hergestellten Fahrzeuge bedeuteten einen Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, räumte das Management in Tokio ein. Der japanische Automarkt schrumpfte schätzungsweise noch stärker - und hat nächstes Jahr einiges aufzuholen, meinen Experten. Toyota dürfte das nutzen.
Profitieren wollen die Japaner auch vom amerikanischen Automarkt, dem 2012 ebenfalls ein Wachstum zugetraut wird. Die USA leiden noch immer unter den Nachwirkungen der jüngsten globalen Finanzkrise. Viele Amerikaner fahren alte Autos - der Nachholbedarf ist hoch. Toyota ist traditionell stark in den USA.
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