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Die Vtion Group, ein chinesischer Anbieter von Mobilfunk-Datenkarten, bremst den Absatz im Februar deutlich ein. Wurden im Januar 227.237 Karten verkauft, waren es im Februar nur noch 170.203. Allzu große Besorgnis ist aber nicht angebracht. Das Unternehmen hat wegen des chinesischen Neujahres eine volle Geschäftswoche verloren. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres hat Vtion aber immer noch ein Absatzplus von 227 Prozent vermeldet. Aber auch hier ist eine Abschwächung bemerkbar. Im Januar betrug das Wachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat noch mehr als 400 Prozent. Noch dazu wurden die Verkaufspreise im Januar gesteigert, während sie im Februar stabil blieben.
Doch mit der Ruhe soll es bald wieder vorbei sein. .Das Unternehmen erwartet im Verlauf des Jahres wieder eine größere Nachfrage und stabile Preise. Vtion profitiert vom laufenden Ausbau des UMTS-Netzes in China. Immer mehr High-End-Geräte werden auf dem größten Mobilfunkmarkt der Welt verkauft. Vtion sollte die Verkaufspreise auf hohem Niveau halten. Nach dem Auftrag von China Unicom in Höhe von 17 Millionen Euro von Anfang Februar sollen bald neue Großaufträge ins Haus flattern. Die Transparenz sinkt. Wegen des Wettbewerbs will Vtion zukünftig nur noch Absatzzahlen auf Quartalsbasis bekannt geben.
Vtion beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Im Jahr 2009 erzielte die Gruppe einen Umsatz von rund 68 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund 19 Millionen Euro. Die Aktien werden im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.
BÖRSE ONLINE belässt die Vtion-Aktie trotz der schwächeren Absatzzahlen vom Februar auf KAUFEN. Die Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von mehr als zehn inzwischen kein Schnäppchen mehr, aber angesichts der hohen Wachstumsraten auch noch nicht fair bewertet. Vorsichtige Anleger können einen Teil der Gewinne mitnehmen und den Stoppkurs enger setzten.
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