Vor allem die Nachfrage aus China und den USA beflügelt die Münchner. Im Premiumsegment führt
BMW den globalen Markt an - vor
Daimler und Audi. Doch dieses Jahr lauern Unsicherheiten.

Norbert Reithofer, BMW-Vorstandsvorsitzender
BMW hat im vergangenen Jahr so viele Autos verkauft wie noch nie. Der Absatz der drei Konzernmarken
BMW, Mini und Rolls-Royce sei um 14,2 Prozent auf 1,67 Millionen Autos gestiegen, teilte der Konzern kurz vor Start der US-Automesse in Detroit mit. Auch für dieses Jahr sind die Vorzeichen gut. "Wir starten 2012 mit einem sehr guten Auftragsbuch und einer sehr jungen Baureihe", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer dem "Wall Street Journal".
Damit behauptet sich
BMW vor seinem Erzrivalen
Daimler. Der Stuttgarter Autohersteller hatte im vergangenen Jahr seinen weltweiten Absatz um 7,7 Prozent auf die Rekordzahl von 1,36 Millionen Fahrzeugen gesteigert - ebenfalls eine Bestmarke. Auch die
VW-Tochter Audi setzte 2011 mehr als 1,3 Millionen Fahrzeuge ab.
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"2011 war ein hervorragendes Jahr für die
BMW Group. Unser Absatzziel von mehr als 1,6 Millionen verkauften Fahrzeugen haben wir deutlich übertroffen", sagte Vorstandsmitglied Ian Robertson. "Die weltweite Nachfrage nach unseren Modellen bleibt unverändert stark." Insbesondere die Crossover mit dem X im Namen liefen ausgezeichnet, ebenso die großen und leistungsstarken Limousinen der 5er und 7er-Baureihe.
BMW führt derzeit den globalen Markt für Premiumautos an. "Eine solche Konstellation auf dem Weltmarkt ist für die deutsche Automobilindustrie historisch neu. Noch nie zuvor hat es diese Dominanz gegeben", sagt Autoexperte Helmut Becker vom Institut für Wirtschaftsanalyse in München. Die deutschen Hersteller gewönnen überall Marktanteile dazu, weil sie dem Wettbewerb technologisch überlegen seien.
Dem Trend zu kleineren, leichten und verbrauchsarmen Fahrzeugen, der vor allem aus Europa angetrieben wird, steht in Amerika und Asien eine steigende Nachfrage nach besonders großen Fahrzeugen gegenüber. "80 Prozent der Chinesen planen beim nächsten Autokauf ein größeres Fahrzeug", sagte BMW-Chef Reithofer. Um die Nachfrage in China vollständig bedienen zu können, müssen
BMW,
Daimler und Audi ihre dortige Produktion ausbauen.
Experten trauen dem chinesischen Automarkt in diesem Jahr ein Wachstum von fünf bis zehn Prozent zu. Auch in den USA dürften die Verkäufe deutlich anziehen. In Europa werden sie dagegen bestenfalls stagnieren, heißt es in der Branche. Viele Beobachter rechnen sogar mit einem spürbaren Rückgang des europäischen Automarktes.
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