Die Verunsicherung bei den Anlegern ist groß, denn im milliardenschweren Rechtsstreit mit der Stadt Dresden ist der Versuch einer gütlichen Einigung im Mediationsverfahren gescheitert. Ein Sprecher des Landgerichts Dresden bestätigte entsprechende Berichte in lokalen Zeitungen. "In den nächsten zwei bis drei Wochen wird nun entschieden, wann der Prozess beginnt", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.
Gagfah wollte sich zur Sache nicht äußern.
Die Stadt hat den Konzern wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Mieterschutzklauseln auf eine Vertragsstrafe von mehr als einer Mrd. Euro verklagt.
Gagfah wies die Vorwürfe, die im Frühjahr vergangenen Jahres bekannt wurden, wiederholt zurück und konterte mit einer Gegenklage. Acht Mio. Euro hat das Unternehmen, mehrheitlich im Besitz des US-Finanzinvestors Fortress, bereits für die Verteidigung ausgegeben.
Eine außergerichtliche Einigung ist nach den Worten von Gagfah-Chef William Joseph Brennan zwar nicht ausgeschlossen. Sie werde aber nicht um jeden Preis angestrebt, hatte er im Dezember in einem Zeitungsinterview betont. Berenberg-Analyst Kai Klose hofft, dass es in der Sache nun vorangeht - "egal, in welcher Richtung". Die Unsicherheit sei Gift für die Aktie.
Doch der Rechtsstreit in Dresden ist nicht das einzige Problem, dass
Gagfah in diesem Jahr zu lösen hat. Die Finanzaufsicht Bafin hatte im Herbst etliche Manager wegen Insiderhandels angezeigt - ein Vorwurf, den das Unternehmen ebenfalls zurückweist. Und bei der Refinanzierung seiner milliardenschweren Schuldenlast tritt
Gagfah auf der Stelle.
Mutige Anleger, die auf einen für die Gagfag positiven Ausgang der Rechtsstreitigkeiten setzen wollen, bietet sich nach Ansicht von BÖRSE ONLINE jetzt der Einstieg in die Aktie - allerdings bei einem extrem hohen Risiko.
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