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Allzweckwaffe Soffin Bund bietet Commerzbank Hilfe an

[09:17, 15.12.11]

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Der jüngste Stresstest hat bei dem Kreditinstitut einen besonders großen Kapitalbedarf aufgedeckt. Nun verabschiedet das Bundeskabinett eine Neuauflage des Soffin - der auf die Bedürfnisse des Geldhauses zugeschnitten ist.


Commerzbank
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
verkaufen
Risiko
hoch
WKN
803200
Börsenwert
11.658,62 Mio €
KGV 12e
11,4
Aktueller Kurs
1,42 €
Kurs Erscheinungstag
1,25 €
Veränd. z. Vortag
-0,97 %

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Die Bundesregierung hat eine auf die  Commerzbank zugeschnittene Neuauflage des Bankenrettungsfonds Soffin auf den Weg gebracht. Banken können sich laut dem im Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf bis zu 80 Mrd. Euro an frischem Geld und 400 Mrd. an Garantien beim Staat holen. Die Neuauflage des vor einem Jahr geschlossenen Fonds war nötig geworden, nachdem die EU-Bankenaufsicht EBA bei sechs deutschen Banken einen Kapitalbedarf von über 13 Mrd. Euro festgestellt hatte. Die größte Lücke klafft bei der Commerzbank: Sie muss bis Juli 2012 5,3 Mrd. Euro frisches Kapital beschaffen.

Entgegen zwischenzeitlich diskutierten Plänen soll es Staatshilfen nur auf Antrag der Bank geben. Eine Zwangskapitalisierung ist vom Tisch. Eine weitere Neuerung am Soffin kommt der  Commerzbank besonders entgegen: So dürfen Banken künftig Staatsanleihen an den Soffin auslagern und nicht nur Ramschpapiere aus der ersten Welle der Finanzkrise 2008. Staatsanleihen sind das Kernproblem der Commerzbank: Sie hat bei ihrer Tochter Eurohypo Papiere aus Euro-Krisenstaaten fü 13,6 Mrd. Euro in der Bilanz, die bereits milliardenschwere Abschreibungen verursacht haben.

Deutschlands zweitgrößte Bank beteuert, sie könne ihr Kapital ohne neue Staatshilfen stärken, indem sie weniger neue Kredite vergibt. Am Mittwoch schloss die Bank auch den Rückkauf von eigenen Anleihen ab, die weit unter Wert notierten. Sie konnte dabei 700 Mio. Euro Gewinn verbuchen und so ihre Kapitalbasis stärken.

Doch in Regierungs- und Finanzkreisen gilt es als unvermeidbar, dass die  Commerzbank entweder frisches Kapital vom Bund nehmen oder Staatsanleihen in eine Bad Bank abgeben muss. Die  Commerzbank könnte auf einen Schlag 5 Mrd. Euro Eigenkapital freisetzen, wenn sie die Eurohypo beim Staat ablädt. "Eine Bad Bank wäre mein Favorit, denn es würde der  Commerzbank erlauben, nicht ans Eingemachte zu gehen. Es wäre geschäftspolitisch kontraproduktiv, wenn die  Commerzbank ihre Direktbanktochter Comdirekt oder die polnische Bre Bank verkaufen müsste", sagte Martin Faust, Professor an der Frankfurt School of Finance.

Entgegen zwischenzeitlich diskutierten Plänen soll es Staatshilfen nur auf Antrag der Bank geben. Eine Zwangskapitalisierung ist vom Tisch. Eine weitere Neuerung am Soffin kommt der  Commerzbank besonders entgegen: So dürfen Banken künftig Staatsanleihen an den Soffin auslagern und nicht nur Ramschpapiere aus der ersten Welle der Finanzkrise 2008. Staatsanleihen sind das Kernproblem der Commerzbank: Sie hat bei ihrer Tochter Eurohypo Papiere aus Euro-Krisenstaaten fü 13,6 Mrd. Euro in der Bilanz, die bereits milliardenschwere Abschreibungen verursacht haben.

Deutschlands zweitgrößte Bank beteuert, sie könne ihr Kapital ohne neue Staatshilfen stärken, indem sie weniger neue Kredite vergibt. Am Mittwoch schloss die Bank auch den Rückkauf von eigenen Anleihen ab, die weit unter Wert notierten. Sie konnte dabei 700 Mio. Euro Gewinn verbuchen und so ihre Kapitalbasis stärken.


 

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