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Autev Neuer Markt lässt grüßen

[10:30, 12.08.10]

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Da staunten selbst alte Börsenhasen: Auch wenn die Notizaufnahme des in Brandenburg an der Havel ansässigen Unternehmens vorab gar nicht an die große Glocke gehangen wurde, stürzte sich die einschlägige Small-Cap-Szene wie im kollektiven Rausch auf die Autev-Aktie. Für manche Anleger war das Geschäft vermutlich wie eine wunderbare – weil risikolose – Geldvermehrung.


AUTEV
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
verkaufen
Risiko
hoch
WKN
756206
Aktueller Kurs
2,26 €
Kurs Erscheinungstag
31,95 €
Ziel
15,00 €
Veränd. z. Vortag
-9,60 %

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Schließlich gab es Anfang August 2010 für einige Investoren noch die Möglichkeit, eine Kapitalerhöhung zu 5,20 Euro zu zeichnen. Insgesamt wurden auf diese Weise 142.500 Anteilscheine mit einem Gesamterlös von rund 0,74 Mio. Euro platziert. Nur wenige Tage später wurde die Autev-Aktie dann plötzlich zu 26 Euro im Open Market eingeführt. Eine Größenordnung, mit der Autev-Vorstand Uwe Maiberg durchaus gerechnet hat, wie er im Gespräch mit BÖRSE ONLINE am Tag der Notizaufnahme berichtet. Davon, dass es nur wenige Tage zuvor noch die besagte Kapitalspritze zu Dumpingkonditionen gab, verliert er kein Wort. Manch einer fühlt sich daher an verrückte Neuer-Markt-Zeiten erinnert.

Im Internet und in der einschlägigen Nebenwerteszene kursierten da bereits Gerüchte um Kursziele von windigen Börsenbriefen, die angeblich bis in den dreistelligen Bereich langen. Hauptargument: Autev ist in dem wachstumsträchtigen Bereich LED Lichttechnik aktiv und will dort mächtig wachsen. Bilanzen und sonstige Investor-Relations-Informationen suchen die Anleger auf der Homepage des Unternehmens allerdings noch vergebens. Immerhin: Autev-Chef Maiberg will hier zügig nachbessern. Dem Vernehmen nach arbeitet die Gesellschaft zurzeit sogar an einem Emissionsprospekt.

In der offiziellen Präsentation der Gesellschaft finden sich nur grobe Bilanzdaten. Demnach erzielte Autev im Geschäftsjahr 2008/09 (per 30. Juni) bei Umsatzerlösen von 6,40 Mio. Euro einen Gewinn vor Steuern von 0,71 Mio. Euro. Unterm Strich blieben 0,36 Mio. Euro hängen, was geringfügig mehr ist als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Geschäftsjahresende 2008/09 etwa 1,66 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote lag bei 33,9 Prozent. Die Wirtschaftskrise ging aber auch an Autev nicht spurlos vorüber: Per 30. April 2010 standen erst Umsatzerlöse von bescheidenen 2,78 Mio. Euro zu Buche. Immerhin erreichte der Überschuss zu diesem Zeitpunkt bereits knapp 0,3 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr 2009/10 rechnen die Analysten von GSC mit Erlösen von 5,0 Mio. Euro und einem Gewinn von 0,5 Mio. Euro. Für 2010/11 kalkulieren die Finanzexperten dann – bei gleichbleibender Marge – mit einem deutlichen Umsatzanstieg auf 9,0 Mio. Euro und einem Gewinn von 0,9 Mio. Euro. Wie aus dem Umkreis des Unternehmens zu hören ist, kann der Autev-Vorstand mit diesen Zahlen „gut leben“.

Möglichst schnell soll aus dem derzeit noch ganz überwiegend in dem Bereich Industrietechnik (Schaltschränke, Waschanlagen für Großwäschereien, Reinigungsanlagen für Eisenbahnwaggons) auch endlich ein echter LED-Wachstumswert werden.  Große Hoffnungen setzt Firmenlenker Maiberg dabei auf...


 

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