Empfehlungen Deutschland & Europa

BASF Die Schwachstelle ist offenbar gefunden

[08:40, 09.09.10]


Nach dem Auftauchen einer nicht zugelassenen Sorte von Gen-Kartoffeln auf einem Feld in Schweden hat der BASF-Konzern bei der EU-Kommission Rede und Antwort gestanden.


BASF N
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
kaufen
Risiko
mittel
WKN
BASF11
Börsenwert
49.891,76 Mio €
KGV 12e
10,45
Aktueller Kurs
61,32 €
Kurs Erscheinungstag
42,85 €
Ziel
50,00 €
Stopp
39,50 €
Veränd. z. Vortag
1,39 %

Mehr zum Thema



Aktienanalyser

Die Aktien im Branchen-vergleich: Klicken Sie hier

Sie möchten weitere Branchen analysieren? Dann klicken Sie hier 



Money-Management

Mit dem Money-Management-Tool von BÖRSE ONLINE handeln Sie wie Profis. Der für den Börsenerfolg entscheidende Kapitaleinsatz wird blitzschnell berechnet.

Klicken Sie hier


Bei einem Treffen am Mittwoch in Brüssel mussten Konzernvertreter erklären, wie es zu der Panne kommen konnte. Der Konzern teilte mit, dass es sich "nach ersten Erkenntnissen vermutlich um eine Verwechslung von Amadea- und Amflora-Pflanzgut handelt".

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte: "Wir versuchen herauszufinden, was passiert ist. Offensichtlich ist irgendwo ein Fehler gemacht worden." Die Kommission wolle sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal vorkomme. Dem schloss sich  BASF an. Das Unternehmen nehme den Vorfall der Verwechslung sehr ernst und arbeite mit Hochdruck an der Aufklärung. " BASF Plant Science möchte sicherstellen, dass die Wiederholung eines solchen Vorfalls für die Zukunft verhindert wird", hieß es weiter.

Es gehe auch um die Frage, ob weitere Felder verunreinigt sein könnten, sagte der Kommissionssprecher. An dem Treffen nahmen daher auch Vertreter aus den drei EU-Mitgliedsstaaten Deutschland, Schweden und Tschechien teil, wo die Gen-Kartoffel Amflora angebaut wird. Über Ergebnisse des Treffens wurde zunächst nichts bekannt. Die Kommission ist für die Genehmigung des Anbaus von genveränderten Pflanzen in der EU zuständig.

Der Chemiekonzern  BASF hatte auf Amflora-Feldern in Nordschweden Pflanzen der noch nicht zugelassenen Genkartoffel Amadea entdeckt. Inzwischen wurden nach Konzernangaben sämtliche Amadea-Pflanzen von den Feldern entfernt. Bereits die EU-Zulassung der Amflora-Kartoffel im Frühjahr war heftig umstritten. Die Pflanze ist nicht für den Verzehr vorgesehen, sondern soll zur Stärkegewinnung für die Industrie genutzt werden.

Die Amflora-Ernte in Mecklenburg-Vorpommern will der Chemiekonzern einlagern und Proben davon nehmen, sagte eine Sprecherin der BASF- Tochter Plant Science am Mittwoch auf Anfrage. Ob die Saatkartoffeln 2011 wieder in der Region ausgepflanzt werden, stehe noch nicht fest, da die Planungen für die im Frühjahr von der EU zugelassenen Stärkekartoffeln noch nicht abgeschlossen seien.

Am Dienstag hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) verboten, die bei Zepkow (Müritzkreis) angebauten Kartoffeln in den Verkehr zu bringen. Backhaus hatte das mit dem Fund der Amadea-Pflanzen in Schweden begründet. Die Sorte wurde als Nachfolger für die Amflora gezüchtet, ist aber bisher nur für Feldversuche und nicht zum kommerziellen Anbau zugelassen. Das 14 Hektar große Feld bei Zepkow ist der bundesweit einzige kommerzielle Anbau der Amflora.

Backhaus hält nach eigenen Angaben ein Nebeneinander von genveränderten Pflanzen und konventionellem sowie Bio-Anbau für unmöglich. Er hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) mehrfach aufgefordert, den Anbau genveränderter Kartoffeln zu verbieten, aber ohne Erfolg. Das Ministerium in Schwerin will jetzt noch einmal die Lieferlisten und -wege überprüfen, um auszuschließen, dass Amadea-Knollen auf das Feld bei Zepkow gelangt sind.

Die BASF-Sprecherin betonte erneut, in Zepkow sei - anders als in Schweden - keine Vermischung der beiden Stärkekartoffeln auf dem Feld festgestellt worden. Das hatte auch Backhaus anhand der Ergebnisse der Kontrolleure des Landes eingeräumt. In Schweden hatten Kontrolleure der  BASF die Sorte Amadea an der weißen Blütenfarbe erkannt, Amflora-Pflanzen blühen violett.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace verlangte erneut eine Untersuchung aller in Zepkow geernten Kartoffeln. "Es reicht nicht, nur Stichproben zu nehmen", sagte Gentechnikexpertin Stephanie Töwe der dpa. Auf dem Zepkower Feld hatte am Mittwoch die maschinelle Ernte noch immer nicht begonnen - trotz des symbolischen Erntestarts am 31. August mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP)./


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
BASF N DE000BASF111.DE 61,32 + 1,39 %  Detailinformationen


Zum Thema


 

© 2010 ftd

Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Webnews weblinkr Yahoo MyWeb YiGG


DAX 6.766,67

+111,04 Punkte/+1,67%
Chart
DAX Tops
  Kurse Diff%
45,46 +3,08%
69,98 +2,91%
142,20 +2,89%
31,59 +2,78%
DAX Flops
  Kurse Diff%
47,27 -0,08%
77,58 +0,01%
81,55 +0,06%
54,98 +0,26%
Kaufen Sie Facebook-Aktien?
 

Finden Sie uns auf Facebook
Grosse Lesserumfrage Onlinebroker 2012
Ihre Stimmabgabe für das Leserinvestment der Ausgabe 08/2012

Mehr Videos »