Mit einem Kursverlust von über sechs Prozent gehört die Aktie des Display-Sepzialisten
Balda am Donnerstagmorgen zu den größten Verlierern im SDAX. Wie von BÖRSE ONLINE zuvor befürchtet, musste das Unternehmen im operativen Geschäft Verluste verdauen. Einmalaufwendungen im Geschäftsfeld Mobilecom für die zeitnahe Reorganisation im weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld in Höhe von rund drei Millionen Euro sowie die kostenintensive Anlaufphase bei der Fertigung neuer Produkte belasteten im ersten Halbjahr das operative Ergebnis (Ebit). Es lag mit 2,1 Millionen Euro im Minus. Im Vorjahr hatte
Balda noch einen Gewinn von 2,5 Millionen Euro erzielt. Das zweite Quartal isoliert betrachtet zeigt jedoch eine spürbare Verbesserung gegenüber der Auftaktperiode. So verbesserte
Balda das Ebit gegenüber dem ersten Quartal auf 0,2 Millionen Euro. Im ersten Vierteljahr war noch ein Minus von 2,3 Millionen Euro angefallen.
Auch der Umsatz ging wie von uns erwartet im ersten Halbjahr zurück. Die Erlöse rutschten von 66,2 Millionen Euro auf 63,3 Millionen Euro ab. Der im Mobilecom- Geschäft weiter vorherrschende starke Preisdruck im Zuliefermarkt sowie verspätete Produktionsanläufe waren nach eigenen Angaben im Wesentlichen für den Rückgang des Geschäftsvolumens verantwortlich. Im zweiten Quartal 2010 steigerte der Konzern allerdings auch den Umsatz auf 37,4 Millionen Euro nach 25,9 Millionen Euro im ersten Quartal 2010. Dank der Beteiligung an der aufstrebenden asiatischen Technologiefirma TPK gab es für
Balda unter dem Strich eine positive Entwicklung im ersten Semester. Der Halbjahresüberschuss stieg von 2,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,7 Millionen Euro.
Das Management bestätigte am Morgen zwar die Jahresprognose, hielt sich mit euphorischen Aussagen aber bedeckt. So stehen die Ziele, 2010 bei einem Umsatzplus von zehn bis 15 Prozent ein auf Vorjahresniveau gleich bleibendes operatives Ergebnis zu erreichen, noch unter Vorbehalt: „Das tatsächliche Umsatzvolumen wie auch die Ertragsseite hängen vom Absatzerfolg der Kundenprodukte im Markt der Endverbraucher, also vom Umfang der Auftragsabrufe der Kunden ab“, ließ der Konzern verkünden. Eine konkrete Prognose für das Konzernergebnis und das operative Geschäft in China sei erst im Laufe des dritten Quartals möglich.
Die Aktie bleibt langfristig aussichtsreich, ist aktuell allerdings nur eine Halteposition. Interessierte Neueinsteiger, die langfristig orientiert investieren wollen, legen sich daher mit einem Abstauberlimit um drei Euro auf die Lauer und sichern Bestände nach dem Einstieg mit einem Stoppkurs knapp unterhalb von 2,50 Euro ab. Anleger, die bereits investiert sind, können die Aktie halten und Depotpositionen ebenfalls auf diesem Stoppkursniveau absichern.
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