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Bergbau Das bedeutet die Fusion von Glencore und Xstrata

[11:03, 06.02.12]

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Die 88-Mrd.-Dollar-Fusion von Glencore und Xstrata würde einen Konzern schaffen, der Abbau, Handel und Verkauf kontrolliert. Eine Analyse.


Die internationale Bergbauindustrie muss sich auf eine ganz neue Form von Wettbewerber einstellen. Sollte der Rohstoffhändler Glencore mit der Minengesellschaft  Xstrata zusammengehen, entstünde der erste komplett vertikal integrierte Konzern. Er würde vom Abbau von Industriemetallen bis hin zum Handel und Verkauf an den Endkunden sämtliche Wertschöpfungsstufen abdecken. "Das wäre ein einzigartiges Geschäftsmodell", sagte ein Branchenbeobachter der Financial Times. "Es könnte ein Vorbild für die anderen Firmen sein. Allerdings dürfte es schwer zu imitieren sein."

Glencore Intl
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 Glencore und  Xstrata verhandeln seit kurzer Zeit über eine 88-Mrd.-Dollar-Fusion. Dem Vernehmen nach soll Glencore-Vorstandschef Ivan Glasenberg eingewilligt haben, Xstrata-Chef Mick Davis den Spitzenposten im gemeinsamen Konzern zu überlassen. Zudem ist vorgesehen, dass Xstrata-Verwaltungsratspräsident John Bond das Kontrollgremium leiten wird. Der Rohstoffhändler Glencore, der bereits 34 Prozent an Xstrata hält, bietet Xstrata -Aktionären laut FT einen Aufschlag von acht Prozent.

Glencore und Xstrata würden es zusammen auf einen Jahresumsatz von mehr als 200 Mrd. Dollar bringen. Gemessen am Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wäre das Unternehmen hinter  BHP Billiton, Vale und  Rio Tinto die Nummer vier weltweit. Die Größe würde es ihnen erlauben, mehr in neue Projekte zu investieren. Kostspielige Rückschläge könnten so besser verkraftet werden.

Außergewöhnlich wäre das Geschäftsmodell. Bisher verdient Glencore sein Geld zum großen Teil als Mittler zwischen Käufer und Verkäufer. Der Handel gilt als volatil und margenschwach. Xstrata wiederum ist als klassische Minengesellschaft stark vertreten bei Kraftwerkskohle, Zink und Ferrochrom. Durch die Kombination könnte Xstrata die eigenen Erzeugnisse noch stärker als bisher in das Handelsnetz von Glencore einspeisen. Umgekehrt könnte Glencore das Ertragsrisiko reduzieren und bessere Informationen über Angebot und Nachfrage erhalten. Nach Schätzung des Beratungshauses Creditsights würde der gemeinsame Konzern 84 Prozent seines Gewinns im Bergbau und 16 Prozent im Handel und Marketing verdienen.


 

© 2012 ftd.de

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