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Der Hype währte kurz: Nach der Rally vom März / April ging es wieder abwärts mit dem Aktienkurs des Biospritherstellers Biopetrol. Jetzt scheint sich die Notierung wieder ein wenig nach oben zu kämpfen. Der Halbjahresbericht macht deutlich, dass die in der Schweiz ansässige Gesellschaft wieder wächst. Die Ergebnisse fallen aber noch rot aus.
Die Zahlen im Einzelnen: Der Umsatz machte in den ersten sechs Monaten einen Sprung von 37 Prozent auf 95,4 Mio. Euro. Eher enttäuschend fällt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen aus, das mit 1,9 Millionen Euro im roten Bereich liegt. Das stellt gleichwohl eine signifikante Verbesserung gegenüber den 12,1 Mio. Miesen im Vorjahreszeitraum dar. Unter dem Strich stehen 10,3 Mio. Euro Nettoverlust, zu denen auch Abschreibungen auf latente Steuern beitragen. Das macht 20 Cent Defizit je Anteil nach 24 Cent im Vorjahr.
Die Entwicklung liege im Rahmen der Erwartungen, schreibt das Management im Brief an die Aktionäre. Die zwischenzeitlich stillgelegte neue Fabrik in Rotterdam hat Biopetrol wieder in Betrieb genommen. Da der neue Großaktionär Glencore Finanzmittel bereitstellt, kann das Unternehmen auf Wachstum umschalten.
Mit einem konkreten Ausblick tun sich die Manager schwer. Der Markt leidet weiter unter Überkapazitäten und Importdruck. Vor dem vierten Quartal sei nicht mit einer signifikanten Verbesserung der Spotmargen zu rechnen. Ab Ende 2010 sei auf Grund neuer gesetzlicher Vorschriften ein Nachfrageanstieg zu erwarten. Die marktenge Aktie gibt heute Vormittag etwa drei Prozent nach. Investments drängen sich derzeit nicht auf.
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