Der bald weltgrößte börsennotierte Internetwettanbieter erfüllt die hohen Erwartungen im zweiten Quartal nicht. Das Unternehmen bleibt im Gesamtjahr aber auf Erfolgskurs.
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Der österreichische Wettanbieter Bwin konnte die Erwartungen der Analysten im zweiten Quartal nicht erfüllen. Das Ergebnis nach Steuern sank von plus 0,1 auf minus 2,8 Mio. Euro. Der Schnitt der Experten prognostizierte einen Überschuss von 12,5 Mio. Euro. Niedriger als erhofft fielen auch die Brutto-Gaming-Erträge aus. Die stiegen zwar von 113,8 auf 127,2 Mio. Euro, jedoch lag der Reuters-Konsens bei 129 Mio. Euro. Die Sportwetten-Marge verbesserte sich von 5,2 auf 7,2 Prozent.
Belastet haben höheren Wettabgaben am regulierten italienischen und französischen Online-Gaming-Markt. Zudem gab es durch die Fußball-WM sehr hohe Aufwendungen für das Marketing die durch die Erschließung des französischen Marktes zusätzlich angetrieben wurden. Die Marketingkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 31,2 Prozent auf 34,2 Mio. Euro. Gleichzeitig kann Bwin einen Rekord vermelden. 1.381.000 aktive (plus 30,7 Prozent) sowie 360.000 neue aktive Echtgeld-Kunden (plus 43,5 Prozent) gab es noch nie.
Der Ausblick bleibt gut. Der durchschnittliche Brutto-Gaming-Ertrag lag nicht zuletzt durch den Eintritt in den französischen Markt in den letzten Wochen um etwa 30 Prozent über dem Vorjahr. Für 2010 stellen die Bwin-Manager eine EBITDA-Marge von zumindest 25 Prozent in Aussicht. Für die Zukunft wegweisend ist die Fusion mit dem englischen Wettanbieter Partygaming. Der Deal liegt im Zeitplan. Der Abschluss wird im ersten Quartal 2011 erwartet. Damit steigen die Österreicher zum weltgrößten börsennotierten Internetwettanbieter auf. Die Synergieeffekte könnten größer sein als erhofft. Börse-Online hält die Strategie von Bwin für sinnvoll und rät Anlegern den heutigen Rückschlag für Käufe zu nutzen.
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