Beim finanziell angeschlagenen Solarkonzern bahnt sich die Rettung an. Spekulationen zufolge plant ein Finanzinvestor den Einstieg. Die Aktie legt am Donnerstagmorgen zweistellig zu.
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Die Aktie des finanziell angeschlagenen Solarkonzerns Conergy gehört am Donnerstagmorgen zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Das Papier notiert zu Handelsbeginn rund 10 Prozent im Plus. Laut Medienberichten plant der US-Finanzinvestor York Capital die Übernahme eines wesentlichen Aktienpakets der deutschen Solarfirma. Wie das "Handelsblatt" am Morgen berichtet, soll York Capital Kredite erwerben, die Banken dem um seine Refinanzierung ringenden Solarkonzern gegeben hatten, erfuhr die Zeitung aus Finanzkreisen.
Würde der Investor bei Conergy einsteigen, könnte er bei einer späteren Umwandlung der Kredite in Aktien mit einem Schlag Großaktionär der Solarfirma werden, so die Spekulation. Möglicherweise plane York Capital auch, Conergy-Aktien aus dem Bestand der Commerzbank zu übernehmen, die nicht nur größter Kreditgeber, sondern auch größter Aktionär der Solarfirma sei, heißt es. Weder die Commerzbank noch Conergy wollten am Morgen zu dem Bericht Stellung nehmen.
Conergy kämpft seit Monaten ums nackte Überleben und verhandelt mit Banken intensiv um eine Anschlussfinanzierung. Die Firma hatte angesichts der zähen Verhandlungen zuletzt nur Zahlen vorgelegt, die von Wirtschaftsprüfern nicht testiert waren. Conergy-Chef Dieter Ammer stellte Aktionären bis Ende Juli eine Lösung in Aussicht. Aus Bankenkreisen kamen jüngst Spekulationen auf, dass eine Pleite von Conergy ausgeschlossen sei, da kein Finanzhaus das Unternehmen fallenlassen werde.
BÖRSE ONLINE rät zum aktuellen Stand der Dinge Anlegern noch von Käufen ab. Der Pennystock ist auf aktuellem Kursniveau immerhin noch rund 300 Mio. Euro schwer. Das Papier ist und bleibt vorerst ein Fall für Zocker.
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