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Deag Klassisches Investment mit Schlagernote

[09:30, 25.08.10]


Eine derart starke Performance wie in den vergangenen Wochen hätten sich die Aktionäre des Konzertveranstalters Deag schon länger erhofft. Offensichtlich hat der Rummel aus dem Engagement des Stargeigers David Garrett auch andere Investoren animiert.


DEAG Deut Entert
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
kaufen
Risiko
hoch
WKN
A0Z23G
Börsenwert
28,99 Mio €
KGV 12e
9,75
Aktueller Kurs
2,48 €
Kurs Erscheinungstag
2,10 €
Ziel
2,50 €
Stopp
1,75 €
Veränd. z. Vortag
-1,86 %

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Um deutlich mehr als 20 Prozent ging es mit der Notiz des Konzertveranstalters Deag in den vergangenen vier Wochen nach oben – in der Spitze waren es gar rund 30 Prozent. Zunächst übernahm Vorzeigekünstler David Garrett einen Anteil von 3 Prozent an Deag, wenig später meldeten die Berliner die Gründung eines Joint Ventures mit Sony Music im Bereich Schlager und Volksmusik. Nun präsentierte Deag den Halbjahresbericht.

In schöner Regelmäßigkeit betont das Deag-Vorstandsteam seit Monaten, erklärtes Ziel für 2010 sei es, sämtliche Ergebniskennzahlen deutlich zu steigern. Daran hat sich mit Vorlage des Zwischenberichts zum 30. Juni nichts geändert. Bei um knapp fünf Prozent auf 54 Mio. Euro gesunkenen Umsatzerlösen kletterte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 8 Prozent auf 2,7 Mio. Euro. Nach Steuern ging es deutlich kräftiger nach Norden – der Überschuss zog um 71 Prozent auf 1,2 Mio. Euro an. Pro Anteilschein blieben 0,10 Euro hängen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug das Ergebnis je Aktie noch 0,06 Euro.

Die Strategie, Deag als „integriertes Entertainment-Content-Unternehmen“ zu positionieren, geht offenbar auf. So spricht der Vorstand von einem „großen Potenzial an Chancen und Perspektiven“. Börsianer lassen sich mit derartigen Formulierungen allerdings nicht ganz so leicht ködern. Sie schauen zunächst einmal auf die harten Fakten, und die sehen gar nicht mal so schlecht aus. So rechnet das Unternehmen für 2010 aufgrund geringerer Finanzierungskosten und den Beiträgen aus der aufgestockten Beteiligung an Deag Music sowie der Komplettübernahme des britischen Klassikveranstalters Raymond Gubbay Ltd. mit einer „deutlichen Steigerung der Gewinne pro Aktie“ (EPS).

Die Analysten rechnen derzeit im Schnitt für 2010 und 2011 mit einem Ergebnis je Aktie von 0,16 Euro beziehungsweise 0,20 Euro. Demnach käme die Deag-Aktie auf ein vergleichsweise geringes 2011er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund zehn. Risikobereite Anleger können sich auch auf dem aktuellen Kursniveau noch ein paar Stück ins Depot legen und auf ein gutes Jahresendgeschäft bei dem Konzertveranstalter hoffen. Es spricht einiges dafür, dass Deag die Erwartungen der Finanzexperten übertreffen könnte.


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
DEAG Deut Entert DE000A0Z23G6 2,48 -1,86 %  Detailinformationen

 

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