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Drohende Herabstufung Moody´s prüft Commerzbank-Rating

[08:41, 18.01.12]

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Seit langem versucht die  Commerzbank ihre Tochter Eurohypo zu verkaufen, aber keiner will sie haben. Wegen des schlechten Zustands des Hauses prüft die Ratingagentur Moody's nun eine Herabstufung der  Commerzbank.


Commerzbank
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
verkaufen
WKN
803200
Börsenwert
11.658,62 Mio €
KGV 12e
11,4
Aktueller Kurs
1,42 €
Veränd. z. Vortag
-0,97 %

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Die Ratingagentur Moody's droht damit, die Bonitätsnote der  Commerzbank zu senken. Die Note von A2 werde überprüft, teilte die Bonitätswächter am Mittwoch mit. Grund ist vor allem der schlechte Zustand der Banktochter Eurohypo, deren Rating von A3 ebenfalls unter Beobachtung gestellt wird. Gesenkt wurde bereits die Note für die Finanzstärke beider Häuser. Die Bewertung für die Eurohypo sinkt von "D-" auf "E+", die der  Commerzbank insgesamt von "C-" auf "D+". Moody's zufolge braucht die  Commerzbank wegen der Eurohypo möglicherweise weiterhin gelegentlich externe Unterstützung. Der Eurohypo trauen die Moody's-Analysten derzeit kein eigenständiges Überleben zu.

Finanzinstitute mit der Note "E" haben nach Einschätzung Moody's eine sehr schwach ausgeprägte eigene Finanzkraft, die regelmäßige externe Unterstützung erforderlich macht oder erwarten lässt. Der Handlungsspielraum entsprechend bewerteter Institute könne durch eine eingeschränkte Geschäftsstruktur, durch mangelhafte Finanzdaten oder ein hochgradig unberechenbares und instabiles operatives Umfeld eingeschränkt sein. Banken mit der Note "D", wie sie die  Commerzbank jetzt hat, attestiert Moody's eine schwach ausgeprägte Finanzkraft. Hier sei es eventuell erforderlich, gelegentlich externe Unterstützung in Anspruch zu machen.

Unterdessen plant die  Commerzbank die Eurohypo zu zerlegen. Der gesunde Kern soll in den Mutterkonzern integriert, das Restgeschäft eingestellt werden. Bleiben soll nur das profitable Geschäft mit Immobilienkrediten in den europäischen Kernmärkten, auf das sich die Bank schon in den vergangenen zwei Jahren beschränkt hatte. Derzeit macht die Eurohypo jedoch kein Neugeschäft, weil die  Commerzbank ihre Bilanzrisiken senken muss, um die Kapitalauflagen der EU-Bankenaufsicht zu erfüllen. Das Neugeschäft in der Finanzierung von Staaten und Kommunen hat die Eurohypo bereits aufgegeben.

Einige Zeit wurde auch einen Abspaltung des Instituts im Sinne einer "Bad Bank" erwogen. Diese hätte jedoch staatliche Garantien gebraucht. Konzernchef Martin Blessing hatte weitere staatliche Unterstützung kategorisch ausgeschlossen: "Ich gehe da nicht noch mal hin", sagte er im vergangenen Oktober. Der Verkauf der Eurohypo gilt wegen ihrer hohen Bilanzsumme und der großen Altlasten als nahezu unmöglich.

Die Herabstufung des Finanzstärke-Ratings, die drohende Verschlechterung der Bonitätsnote, sowie der Bericht der "Welt" sorgten dafür, dass die Commerzbank-Aktie zur Handelseröffnung deutlich nachgab.

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  1. Moody´s prüft Commerzbank-Rating

 

© 2012 Agentur

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