Aktuell sei zwar keine Erhöhung des Kerosinzuschlags geplant, teilte Deutschlands größte Fluggesellschaft am Montag in Frankfurt mit. Die Kosten für den Erwerb von CO2-Zertifikaten, mit denen Unternehmen sich das Recht zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) erkaufen, will die
Lufthansa jedoch in den
Kerosinzuschlag einrechnen.
Mit Beginn des neuen Jahres sind alle Fluggesellschaften verpflichtet, für Flüge von und nach Europa, solche Emissionsrechte nachzuweisen. Die
Lufthansa Group muss nach eigenen Angaben gut 35
Prozent der nötigen Zertifikate kaufen. Auf Basis der
durchschnittlichen Preisentwicklung für die Zertifikate rechnet die
Fluggesellschaft mit Zusatzbelastungen von voraussichtlich 130
Mio. Euro für das Jahr 2012.
"Mit der Einbeziehung in den EU-Emissionshandel wird nun
europäischen Fluggesellschaften eine weitere Zusatzbelastung
aufgebürdet, die das Fliegen in und über Europa für den Passagier
verteuern wird", ließ Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr mitteilen.
Lufthansa hat den Kerosinzuschlag für Europa- und
Langstreckenflüge nach eigenen Angaben zuletzt am 15. Dezember 2011
zwischen drei und zehn Euro erhöht. "Die Gestaltung des Zuschlags
wird sich künftig sowohl nach der Höhe des Ölpreises als auch nach
den Preisen für den Erwerb der Emissionsrechte richten", teilte der
Konzern mit.
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