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Freenet Kräftiges Dividendenplus lockt Investoren

[10:40, 07.07.10]


Der Platzhirsch  Deutsche Telekom verspricht seinen Aktionären eine Mindestdividende über mehrere Jahre. Nun will auch der Konkurrent  Freenet großzügig ausschütten - und so ein altes Versprechen wahrmachen.


freenet N
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
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Risiko
mittel
WKN
A0Z2ZZ
Börsenwert
1.064,19 Mio €
KGV 12e
10,39
Aktueller Kurs
11,34 €
Ziel
8,50 €
Stopp
6,90 €
Veränd. z. Vortag
-1,65 %

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 Freenet strebt für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende zwischen 0,80 und 1 Euro an, teilte das Unternehmen am Dienstag auf seiner Hauptversammlung in Hamburg mit. Die Ausschüttung würde damit vier- bis fünfmal so hoch ausfallen wie die 0,20 Euro für 2009.

Konzernchef Christoph Vilanek macht damit ein altes Versprechen wahr: "Wir sehen uns eher als Dividendenpapier", hatte der Österreicher Ende 2009 im FTD-Interview gesagt. Jahrelang verfügte der Mobilfunkbetreiber gar nicht über den nötigen Spielraum für Ausschüttungen an Aktionäre:  Freenet drücken seit der Integration von Debitel hohe Verbindlichkeiten. Die Nettofinanzschulden lagen zum Ende des ersten Quartals noch bei rund 700 Millionen Euro.

Um Geld in die Kasse zu bekommen, hat Vilanek seit seinem Amtsantritt im Mai 2009  Freenet zum reinen Mobilfunkbetreiber zurechtgeschrumpft. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr für 137 Millionen Euro sein Breitbandgeschäft an  United Internet sowie für 291 Millionen Euro die Webhosting-Tochter Strato an die  Deutsche Telekom verkauft.

An der Börse kam die Fokussierung auf das Mobilfunkgeschäft gut an: Die Aktie der im TecDAX notierten Firma erzielte 2009 ein Plus von 126 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der TecDAX legte um gut 60 Prozent zu.

 

Freenet hat seit dem dritten Quartal 2008 kontinuierlich Mobilfunkkunden verloren. In dem Zeitraum sank die Zahl von 19,97 Millionen auf 17,15 Millionen Mobilfunkkunden im ersten Quartal. Zum Vergleich: Die  Deutsche Telekom meldete für das erste Vierteljahr 38,5 Millionen Mobilfunkkunden in Deutschland, Wettbewerber  Vodafone kam auf 34,5 Millionen. Laut Vilanek ist die rückläufige Entwicklung erwünscht: "Wir wollen nur noch Kunden akquirieren, mit denen wir nachhaltig Geld verdienen", sagte der Freenet-Chef.

Vilanek will sich vor allem auf Smartphone-Nutzer fokussieren, die den mobilen Datenverkehr ankurbeln sollen. Der Umsatzanteil des Datengeschäfts von  Freenet stieg von 4,9 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 9,3 Prozent im ersten Quartal. Vilanek hofft dadurch den Rückgang des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde bald stoppen zu können. Der sogenannte ARPU als eine der wichtigsten Kennziffern im Mobilfunkgeschäft lag im ersten Quartal nur noch bei 22,80 Euro - 1,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
freenet N DE000A0Z2ZZ5.DE 11,34 -1,65 %  Detailinformationen

 

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