Im vorigen Sommer vermeldete die Fluggesellschaft noch Rekorde. Dieses Jahr dämpfen die hohen Benzinpreise und die Unruhen in Nordafrika die Reiselust. Auch kommendes Jahr sieht es wohl nicht besser aus.
Die Lufthansa hat in den ersten neun Monaten wegen der Atomkatastrophe in Japan und den Unruhen in Nordafrika weniger Geld verdient. Der operative Gewinn ging um sechs Prozent auf 578 Mio. Euro zurück, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Unter dem Strich lag der Gewinn bei 288 Mio. Euro, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 45 Prozent. Der Umsatz zog um zehn Prozent auf 22,1 Mrd. Euro an. Im dritten Quartal lag der operative Gewinn bei 575 Mio. Euro und damit unter den Analystenschätzungen von im Schnitt 584 Mio. Euro.
Die Gesellschaft hat in dem Dreimonatszeitraum nach dem Rekordsommer des Vorjahres Federn lassen müssen. Eine nachlassende Ticketnachfrage, die Unruhen in Nordafrika und die hohen Kerosinpreise drückten aufs Ergebnis.
Im Gesamtjahr strebt die Lufthansa weiterhin einen operativen Gewinn im oberen dreistelligen Millionen-Bereich an. Konzernweit verbuchte Lufthansa 2010 mit ihren gut 117.000 Mitarbeitern bei einem Umsatz von 27,3 Mrd. Euro einen operativen Gewinn von 876 Mio. Euro.
Die Prognose hatte die Lufthansa erst im September gesenkt. Im kommenden Jahr dürfte sich das Wachstum im Passagier- und Frachtgeschäft nach Einschätzung des Vorstands weiter abschwächen. Die Lufthansa will ihr Flugangebot deshalb 2012 statt um neun Prozent nur um drei Prozent ausweiten.
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