Deutschlands größter Marktforscher GfK hakt die Wirtschaftskrise ab. Im zweiten Quartal stiegen Umsatz und Gewinn deutlich an, die Prognose für 2010 wurde angehoben.
Mit dem Money-Management-Tool von BÖRSE ONLINE handeln Sie wie Profis.
Der für den Börsenerfolg entscheidende Kapitaleinsatz wird blitzschnell
berechnet.
Der Umsatz kletterte von April bis Juni um zwölf Prozent auf 328,7 Mio. Euro, wie der Nürnberger Konzern am Montag mitteilte. Unter dem Strich verdiente die GfK 22 Mio. Euro und damit 53 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Beide Werte lagen klar über den Schätzungen von Analysten.
Fürs Gesamtjahr peilt der Vorstand nun ein Umsatzplus von bis zu sechs Prozent an. Bisher hatte die GfK - bekannt für ihren Konsumklima-Index und die Erhebung der TV-Einschaltquoten - einen Zuwachs von rund drei Prozent in Aussicht gestellt. Bis Ende Juli waren bereits gut 85 Prozent der erwarteten Erlöse im Auftragsbuch enthalten.
Auch die operative Umsatzrendite soll 2010 etwas höher ausfallen als bisher angenommen: Bis zu 13,5 Prozent könnten es werden und damit 0,5 Punkte mehr. Damit würde die GfK ihr Niveau von 2008 übertreffen. Im zweiten Quartal lag die Marge bei 14,2 (Vorjahreszeitraum: 12,6) Prozent. 2009 hatten sich viele Kunden wegen der Rezession zurückgehalten und ihre Marktforschungsbudgets auf den Prüfstand gestellt. Das führte zu rückläufigen Einnahmen in der Branche und zu einem Preisdruck, der die Marge belastete.
Empfehlen