Das Darmstädter Technologieunternehmen Isra Vision legte am Morgen seine Neun-Monats-Zahlen vor. Wie von BÖRSE ONLINE in der Vorwoche vorab (Heft 35/10) vermutet, zeigt die Entwicklung bei Umsatz und Gewinn, dass sich die Wachstumsdynamik beschleunigt und das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte spürbar an Fahrt gewinnt. Der Umsatz stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal an. Im Neun-Monats-Vergleich verbesserten sich die Erlöse um fünf Prozent auf 43,4 Mio. Euro. Die größten Umsatzzuwächse trugen nach eigenen Aussagen die Bereiche Metals und Plastics bei. Hier hat ISRA die gute Marktposition weiter verbessert.
Auch die Produktivität haben die Hessen offensichtlich verbessert, denn die Margen steigen kontinuierlich. So erhöhte sich die EBITDA-Marge auf 25 Prozent und notiert damit einen Prozentpunkt über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum und zwei Prozentpunkte über dem gesamten Vorjahr. Die EBIT-Marge verbesserte sich um jeweils zwei Prozentpunkte auf 15 Prozent. Den Gewinn vor Steuern steigerte Isra Vision im dritten Quartal um 38 Prozent, in den ersten neun Monaten kletterte das Vorsteuerergebnis um 18 Prozent auf 7,2 Mio. Euro. Unter dem Strich wuchs die EBT-Marge auf 15 Prozent und lag damit sowohl zwei Prozentpunkte über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum als auch über dem ganzen Geschäftsjahr 2008/2009.
Trotz des kräftigen Umsatzwachstums im dritten Quartal und einem guten Auftragsbestand von aktuell rund 35 Mio. Euro (Vorjahr: 33 Mio. Euro) will sich Firmenchef Enis Ersü mit seiner Gesamtjahresprognose noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Der Manager erwartet unverändert für das Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatzanstieg auf mehr als 60 Mio. Euro und eine verbesserte EBT-Marge. Nach Meinung von BÖRSE ONLINE ist diese Prognose konservativ. Wir gehen davon aus, dass die Firma ihre Aussagen in den kommenden Wochen konkretisieren und möglicherweise nach oben anpassen wird.
BÖRSE ONLINE rät langfristig orientierten Anlegern zum Kauf des Titels, der aktuell unter Buchwert gehandelt wird und bei einem erhofften Aufschwung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes weiteres Kurspotenzial besitzt.
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