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Kräftiger Gegenwind Volkswagen stellt sich auf härtere Zeiten ein

[09:16, 21.11.11]


Laut Konzernchef Winterkorn soll 2011 operativ "ein sehr gutes Jahr" für den Autohersteller werden. Im kommenden Geschäftsjahr rechnet er jedoch mit einem Marktrückgang in Europa.


Volkswagen Vz
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
beobachten
Risiko
hoch
WKN
766403
Börsenwert
19.796,11 Mio €
KGV 12e
8,62
Aktueller Kurs
132,20 €
Kurs Erscheinungstag
120,35 €
Ziel
135,00 €
Stopp
99,00 €
Veränd. z. Vortag
-1,16 %

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Europas größter Autobauer  Volkswagen rechnet im kommenden Jahr mit kräftigem Gegenwind durch die konjunkturelle Entwicklung. "Keine Frage: 2012 wird wesentlich härter, vor allem in Europa und da speziell in den hoch verschuldeten Ländern wie Italien oder Spanien", sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn in einem am Montag veröffentlichten "Handelsblatt"-Interview. "Insgesamt rechnen wir in Europa mit einem Marktrückgang." Aber auch die Entwicklung in anderen Weltregionen gelte es genau zu beobachten. Derzeit wachse die Nachfrage in China und Amerika jedoch weiter.

Mit dem laufenden Jahr zeigte sich Winterkorn zufrieden: "Operativ wird 2011 in jedem Fall ein sehr gutes Jahr." Davon würden auch die Mitarbeiter in Deutschland profitieren, an die der Konzern zehn Prozent des operativen Ergebnisses der Marke  Volkswagen ausschüttet. "Dieser Erfolgsbonus wird für 2011 ein neues Rekordniveau erreichen." Mit Blick auf die Anfang kommenden Jahres startenden Tarifverhandlungen sagte der VW-Chef, der Konzern strebe mindestens einen Inflationsausgleich an und müsse dann sehen, "ob wir uns darüber hinaus noch etwas leisten können". Klar sei, dass  Volkswagen auch 2012 eine hohe Auslastung fahren werde.

Mit Blick auf den Rosenkrieg mit dem japanischen Partner Suzuki bekräftigte Winterkorn,  VW werde seinen Anteil in Höhe von 19,9 Prozent an Suzuki nicht verkaufen. Ein Treffen mit Vorstandschef Osamu Suzuki, um die Probleme zu beheben, sei derzeit nicht geplant. Die Wolfsburger wollen im Ringen mit den Japanern vielmehr einen langen Atem beweisen: "Wenn bei Suzuki die aktuelle Führungsmannschaft nicht mit uns zusammenarbeiten will, dann will es vielleicht die nächste Generation", sagte Winterkorn.

Suzuki hatte die Zusammenarbeit mit  VW am Freitag einseitig aufgekündigt und erklärt, binnen eines Jahres bis zu 20 Prozent seiner Aktien zurückkaufen zu wollen, die  VW derzeit hält. Sollte  VW die Anteile nicht an Suzuki oder eine dritte Partei abgeben, will der viertgrößte japanische Autobauer einen Schlichter anrufen.


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
Volkswagen Vz DE0007664039 132,20 -1,16 %  Detailinformationen

 

© 2011 Reuters

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