Kupferkonzern Aurubis trotz Krise in Südeuropa optimistisch
[14:04, 09.02.12]
Europas größte Kupferhütte gibt sich trotz Staatschuldenkrise optimistisch. 2011 profitierte das Unternehmen von steigenden Preisen, 2012 erwartet der Vorstand ein "zufriedenstellendes Ergebnis".
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Europas größte Kupferhütte Aurubis bleibt trotz Staatschuldenkrise optimistisch. Die Hoffnungen seien gestiegen, dass sich die Lage in Südeuropa stabilisieren werde, sagte der seit Jahresanfang amtierende Vorstandschef Peter Willbrandt am Mittwochabend vor Journalisten in Hamburg. Dann könnten sich die Auswirkungen auf die Realwirtschaft in Grenzen halten. Allerdings bleibe die Unsicherheit groß. Für 2012 gehe Aurubis von einem "zufriedenstellenden Ergebnis" aus. Damit deutete der Manager einen Rückgang zum Vorjahr an. Das Ergebnis des abgelaufenen Jahres bezeichnete er als "sehr gut".
Im Geschäftsjahr 2010/2011 (zum 30. September) hatte der Hamburger Kupferkonzern, an dem der Stahlkocher Salzgitter maßgeblich beteiligt ist, kräftig am Aufschwung verdient. Der um die Bewertung von Kupferbeständen bereinigte Vorsteuergewinn sprang um mehr als 80 Prozent auf 292 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte wegen des hohen Kupferpreises, der zeitweise die Marke von 10.000 Euro übertraf, um mehr als ein Drittel auf 13,3 Mrd. Euro.
Für 2012 rechnet Willbrandt mit weiterhin hohen Kupferpreisen. Voraussetzung sei, dass die Schwellenländer weiter wüchsen. Davon gehe Aurubis derzeit aus. "Insofern gehe ich ganz optimistisch in die Zukunft", sagte Willbrandt. "Die Märkte sind immer noch positiv für Aurubis." Die Zahlen des ersten Quartals von Oktober bis Dezember will der Vorstand am Dienstag bekanntgeben.
Keine Experimente
Der Konzern-Chef kündigte eine Fortsetzung der Strategie seines Vorgängers Bernd Drouven an, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen zum Jahresende verlassen hatte. Der Kupferkonzern setze auf internes Wachstum, schließe aber Zukäufe nicht aus, sollten sich Gelegenheiten ergeben. "Wir bleiben offen für Zukäufe", sagte Willbrandt. Der Konzern sei finanziell gut aufgestellt. Es gebe Übernahmekandidaten, die gut zu Aurubis passen würden. Als Regionen für mögliche Zukäufe nannte der Vorstandschef Asien und Südamerika. In den USA, wo Aurubis seit der Luvata-Übernahme aktiv ist, wolle der Kupferkonzern aus eigener Kraft wachsen. Schwerpunkt der Arbeit des Managements sei derzeit die Integration der vor einiger Zeit übernommenen Walzproduktsparte der in London ansässigen Luvata-Gruppe.
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