M-U-T Messgeräte Erneuter Volltreffer im Börsengeflüster
[09:30, 10.08.10]
Von Gereon Kruse
Auf solch eine kraftvolle Aufwärtsbewegung mussten die Aktionäre von M-U-T – das Unternehmen ist in den Bereichen Spektroskopie/Sensorik, Medizintechnik und Brandfrüherkennung aktiv – fast drei Jahre warten. Schließlich ging es nach dem Börsengang im Juli 2007 zu 10,25 Euro beinahe kontinuierlich bergab. Nun brechen offenbar bessere Zeiten an.
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Auf der Hauptversammlung am 6. August konnte Vorstandschef Heino Prüß seinen Anlegern bereits gute Nachrichten präsentieren. Zunächst einmal berichtete die Firma aus Wedel in der Nähe von Hamburg über prima Halbjahreszahlen: Demnach kletterten die Umsätze um 28 Prozent auf 15 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern machte gar einen Satz von knapp 0,3 Mio. Euro auf 1,85 Mio. Euro. Bezogen auf die einzelne Aktie blieben nach Ablauf der ersten sechs Monate 2010 immerhin 0,30 Euro als Gewinn hängen.
Angesichts des kommoden Auftragsbestands von mehr als 24 Mio. Euro rechnet Prüß für das Gesamtjahr 2010 bei Erlösen von 28 Mio. Euro mit einem EBIT von 3,5 Mio. Euro. Diese Prognosen liegen deutlich über den Schätzungen von Midas-Research-Analyst Thomas Schießle, der zuvor mit seiner Kaufstudie erst das Interesse der Nebenwerteszene auf die M-U-T-Aktie gelenkt hatte. „Auf dem Weg zum Rekordabschluss 2010 mit noch besser als von uns prognostizierten Kennzahlen“, lautet das Resümee von Schießle.
Eine Überarbeitung der bislang zu konservativ angesetzten Ergebnisschätzungen hat Midas für die kommenden Wochen angesetzt. Klar ist für die Finanzexperten aber schon jetzt: „Das zweite Halbjahr wird sehr viel mehr, als die zur ursprünglichen Midas-Schätzung 2010 (0,18 Euro) noch fehlenden 0,03 Euro je Aktie beisteuern.“ Auch die für 2011 bislang angesetzten 0,26 Euro Gewinn je Anteilschein sind für Schießle „längst überholt“. Man darf also auf das Research-Update gespannt sein.
Einen zusätzlichen Trumpf im Ärmel hat das M-U-T-Management mit der kürzlich vereinbarten Vertriebskooperation mit Siemens Healthcare Diagnostics. Hier geht es um die gemeinsame Vermarktung eines von M-U-T entwickelten Geräts zur Sortierung von Blutproben. Offensichtlich hat M-U-T-Chef mit seiner Vorhersage doch nicht zu dick aufgetragen, denn stets betonte er vor Nebenwertepublikum: „Mittelfristig soll der Umsatz von rund 24 auf deutlich über 40 Mio. Euro zulegen.“
BÖRSE ONLINE hat seine ebenfalls zu niedrig angesetzten Gewinnprognosen teilweise verdoppelt und bleibt zunächst bei der Kaufempfehlung aus dem Börsengeflüster in Ausgabe 29/2010 (EVT: 15. Juli 2010), auch wenn das Papier nach dem jüngsten Höhenflug anfällig für eine Korrektur wird. Das nächste Kursziel setzen wir zunächst bei 7,00 Euro an. Dann käme die Gesellschaft auf einen Börsenwert von gut 25 Mio. Euro und wäre noch nicht einmal in Höhe der für 2010 erwarteten Umsatzerlöse bewertet.
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