Im Gesamtjahr erwartet das Münchener Unternehmen nun ein Umsatzplus auf 2,75 Milliarden Euro und einen Zuwachs des bereinigten operativen Gewinns (Ebit) auf 310 Millionen Euro. Bisher war MTU von einem unveränderten Umsatz und einem Ergebnis auf dem Vorjahresniveau von 292 Millionen Euro ausgegangen. "Das erste Halbjahr ist für die MTU gut verlaufen", sagte Vorstandschef Egon Behle am Dienstag. "Der Markt erholt sich wie erwartet und die Entwicklung des Dollar-Wechselkursverhältnisses verleiht uns zusätzlichen Rückenwind."
Getragen von starker Nachfrage nach zivilen Turbinen und deren Wartung, sei der Umsatz im vergangenen Quartal um vier Prozent auf 709 Millionen Euro gestiegen, teilte MTU mit. Das operative Ergebnis kletterte gar um ein Fünftel auf 75,3 Millionen Euro, der Nettogewinn um 13 Prozent auf 28 Millionen Euro.
Der Auftragsbestand lag Ende Juni mit 4,72 Milliarden Euro um 14 Prozent höher als noch zum Jahreswechsel. "Das Verkehrsaufkommen liegt inzwischen sowohl im Passagierverkehr als auch bei der Fracht wieder auf dem Niveau vor der Krise. Wir freuen uns, dass sich dieser Aufschwung auch im Anstieg unseres Auftragsbestands widerspiegelt", erklärte Behle.
Charttechnisch befindet sich der Wert an der psychologisch wichtigen Schwelle von 50 Euro. Bereits im Sommer 2007 notierte die Aktie auf diesem Niveau, ehe es kräftig Richtung Süden ging. Aktuell stehen die Chancen nicht schlecht, dass es nun zu einem Ausbruch über die Hürde kommt.
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