Maschinenbau Gea begeistert Anleger mit Gewinnsprung und Dividende
[10:03, 06.02.12]
Der Anlagenbauer trotzt den Konjunktursorgen und rechnet in diesem Jahr mit einem Auftragsplus von fünf Prozent. Nach einem guten Jahr 2011 schüttet das Unternehmen eine erhöhte Dividende an die Anleger aus.
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Nach hohen Gewinnen und einer Auftragsflut im Vorjahr erwartet der Anlagenbauer Gea 2012 trotz zunehmender Konjunktursorgen weiteres Wachstum. Die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie dürfte sich weiter auf hohem Niveau bewegen, teilte der Konzern am Montag mit. Der Vorstand peilt demnach einen Anstieg der Bestellungen um bis zu fünf Prozent an und ein Umsatzplus um mindestens fünf Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge), die 2011 9,7 Prozent erreichte, soll leicht steigen. 2011 verbuchte Gea einen Gewinnsprung und will eine um 15 Cent auf 55 Cent erhöhte Dividende ausschütten.
Zu der Entwicklung trug die neue Sparte mit Maschinen zur Herstellung und Verarbeitung von Fertigprodukten bei. Bei einem Umsatzplus von 23 Prozent auf 5,417 Mrd. Euro steigerte der Konzern den operativen Gewinn (Ebit) - vor Effekten aus Kaufpreisallokationen - um rund 43 Prozent auf 525 Mio. Euro. Die Bestellungen legten um 23 Prozent auf 5,61 Mrd. Euro zu. Damit übertraf Gea sowohl die eigenen Erwartungen wie auch die der Analysten. "Das Geschäftsjahr 2011 war insbesondere vom besten operativen Ergebnis sowie dem größten Auftragsvolumen seit über zehn Jahren geprägt", sagte Konzernchef Jürg Oleas. Vor allem die Profitabilität habe die Firmenerwartungen klar übertroffen.
An der Börse und bei Analysten kamen die Nachrichten gut an: Die Aktie legte um über vier Prozent auf rund 26,65 Euro zu und führte damit die Gewinnerliste im MDAX an. Zahlreiche Analysten hoben ihr Kursziel an und empfahlen die Titel zum Kauf. Markus Turnwald von der DZ Bank etwa sieht Gea gut positioniert. "Da der Ausblick zu Beginn des Jahres in der Regel sehr konservativ ist, sehen wir Spielraum für weitere Erhöhungen im Jahresverlauf", sagte er. Experten von Equinet hoben das Kursziel auf 29 von 26 Euro an, die WestLB sogar auf 32,70 Euro.
Der deutsche Maschinenbau erwartet in diesem Jahr ein Abflauen des Booms: Währungsturbulenzen und die weltweit trüben Wirtschaftsaussichten werden nach Verbandsangaben ihre Spuren in den Auftragsbüchern der erfolgsverwöhnten Branche hinterlassen, zu der neben Gea und zahlreichen Mittelständlern auch ThyssenKrupp und Gildemeister gehören. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet daher nur noch ein Produktionsplus von vier Prozent nach 14 Prozent in 2011.
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