Beim Gewinn nach Anteilen Dritter musste
Metro im abgelaufenen Quartal aber einen deutlich Rückgang hinnehmen.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal leicht auf 15,7 (Vorjahreszeitraum: 15,3) Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mit. Dabei halfen günstige Währungseffekte - im Vorjahr hatte der Verfall von Währungen vor allem in Osteuropa gegenüber dem Euro dem Konzern schwer zu schaffen gemacht. Hier drehte sich der Trend nun. Der operative Ertrag (Ebit) lag bei 252 (248) Millionen Euro. Der Gewinn nach Anteilen Dritter sank indes auf 44 (52) Millionen Euro.
Metro lag damit unten den Erwartungen von Analysten. Die Experten hatten bei einem Umsatz von 15,768 Milliarden Euro mit einem Überschuss nach Anteilen Dritter von 100 Millionen Euro gerechnet. Konkurrent
Carrefour hatte für das zweite Quartal einen Umsatzanstieg um 6,3 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro vermeldet. Weltweiter Branchenführer ist der US-Konzern
Wal-Mart.
Metro-Chef Eckhard Cordes sagte, der Trend einer wirtschaftlichen Erholung verfestige sich. Es gebe in immer mehr Ländern "deutliche Lichtblicke". Das Investitionsbudget für 2010 stockte Cordes von 1,9 auf 2,1 Milliarden Euro auf. Zudem will er den Konzernumbau fortsetzen. Durch den Abbau Tausender Stellen sollen die Kosten gedrückt und
Metro schlagkräftiger gemacht werden. Das entsprechende Programm "Shape" soll bis 2012 Einsparungen von jährlich 1,5 Milliarden Euro bringen. Die Umsetzung ist aber mit Kosten verbunden: Im ersten Halbjahr fielen Aufwendungen von rund 82 Millionen Euro für "Shape" an. Zudem strebt
Metro eine "Neuausrichtung der IT-Organisation" an. Im Gespräch ist die Auslagerung des Rechnungswesens und der Informationstechnologie nach Osteuropa und Indien.
Beim größten Umsatzbringer, der Großmarktsparte Cash&Carry, stagnierten die Erlöse, das Ergebnis aber stieg. Media Markt/Saturn legte beim Umsatz auch dank der Fußball- Weltmeisterschaft zu. Kaufhof steigerte den Umsatz leicht.
Metro hatte bereits angekündigt, 2010 wieder mehr verdienen zu wollen. Das Ergebnis vor Sonderfaktoren solle "spürbar" steigen, und auch der Umsatz solle zulegen, bekräftigte ein Sprecher.
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