Nachsteuergewinn 100 Mio. Euro mehr bei Salzgitter
[09:24, 01.12.11]
Gute Nachrichten für die Aktionäre des MDAX-Unternehmens: Dank einer Umstrukturierung wird der Jahresabschluss wohl besser ausfallen als bisher erwartet.
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Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller
Salzgitter will aus steuerlichen Gründen die Struktur des Konzerns zu
Jahresbeginn neu ordnen. Infolge dieser Umstrukturierung werde sich
der Nachsteuergewinn im Konzernabschluss 2011 voraussichtlich um rund
100 Millionen Euro erhöhen, teilte das MDax-Unternehmen am Mittwoch
in Salzgitter mit. Zugleich bestätigten die Niedersachsen ihren
Ausblick: Die bisherige Prognose, nach der der Salzgitter-Konzern ein
Vorsteuerergebnis für das Geschäftsjahr 2011 um 200 Millionen Euro
erwartet, ändere sich durch diesen Vorgang nicht.
Mit der bisherigen Struktur können die von den einzelnen
inländischen Konzerngesellschaften erzielten Gewinne und Verluste
nach Unternehmensangaben nur eingeschränkt untereinander verrechnet
werden, wodurch dem Konzern in den nächsten Jahren steuerliche
Nachteile in nennenswerter Größenordnung entstehen würden. "Durch
eine Zusammenführung aller wesentlichen inländischen
Konzerngesellschaften in einen einheitlichen steuerlichen Organkreis
können diese Nachteile vermieden werden."
Dazu übernimmt die in Salzgitter Klöckner-Werke GmbH umfirmierte
frühere Klöckner-Werke AG (eine hundertprozentige Konzerngesellschaft
der Salzgitter AG) den Angaben zufolge die bisher von der Salzgitter
Mannesmann GmbH gehaltenen wesentlichen inländischen
Mehrheitsbeteiligungen sowie das Finanzclearing des Konzerns. An der
Führungsstruktur des Konzerns ändere sich nichts. Die Maßnahmen
müssen noch vom Aufsichtsrat der Salzgitter AG gebilligt werden, der
darüber am 15. Dezember entscheiden wird.
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