Der Netzwerkausrüster
Alcatel-Lucent zeigt sich trotz schwindender Einnahmen ungebrochen zuversichtlich. Das Ziel für 2012 bleibe eine Margensteigerung und eine positive Kapitalflussbilanz, beteuerte Vorstandschef Ben Verwaayen am Donnerstag. Zuletzt hatte das französisch-amerikanische Unternehmen mit der Investitionsscheu der Telekommunikationsfirmen vor allem in den USA zu kämpfen. Der Umsatz knickte im Schlussquartal 2011 binnen Jahresfrist um 13 Prozent auf 4,15 Mrd. Euro ein. Das operative Ergebnis schrumpfte um ein Fünftel auf 316 Mio. Euro. Auf Jahressicht schaffte das Unternehmen allerdings erstmals seit dem Zusammenschluss 2006 einen Überschuss. Mit
868 Mio. Euro lag das Ergebnis fünf Mal so hoch, wie von Analysten erwartet hatten. Der Umsatz im Gesamtjahr legte um 1,9 Prozent auf 15,7 Mrd. Euro zu.
Zuletzt hatte die Sorge überwogen, Verwaayen könnte mit seinem Drei-Jahres-Plan für Alcatel scheitern, nachdem er das Margenziel auf vier von zuvor fünf Prozent senken musste. "Unser Ziel war es, bis Ende 2011 eine normale Firma zu werden. Wir haben bis jetzt nicht alles erreicht, das muss ich einräumen", sagte der Manager. "Aber wir machen weiter. Und wir sind zuversichtlich, dass mehr Fortschritte und Verbesserungen in diesem Jahr erreichen werden." Ein neuer Lizenzvertrag mit RPX werde den Umsatz verbessern, wie geplant würden 2012 eine halbe Mrd. Euro eingespart.
Alcatel-Lucent und der deutsch-finnische Rivale
Nokia
Siemens Networks (NSN) leiden besonders stark unter knüppelharten Wettbewerb im Geschäft mit Telefon- und Datennetzen. Während Branchenprimus
Ericsson von seinem großen Kundenstamm profitiert, rollen die chinesischen Aufsteiger Huawei und ZTE den Markt mit Kampfpreisen auf. NSN schreibt seit seiner Gründung 2007 rote Zahlen und versucht sich derzeit im dritten Anlauf zu sanieren. Dem Sparkurs fallen dabei 17.000 Arbeitsplätze zum Opfer, davon knapp 3000 allein in Deutschland.
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