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Projekt Riesenkonzern Die Großbaustellen bei VW

[09:34, 22.12.11]


2011 sollte eigentlich das Jahr sein, in dem  Volkswagen  Porsche unter sein Dach holt. Daraus wurde vorerst nichts. Die Wolfsburger fahren zwar weiter auf Rekordkurs. Aber es gibt noch viele Baustellen.


Volkswagen Vz
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
beobachten
Risiko
hoch
WKN
766403
Börsenwert
19.796,11 Mio €
KGV 12e
8,62
Aktueller Kurs
132,20 €
Kurs Erscheinungstag
120,05 €
Veränd. z. Vortag
-1,16 %

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Auf den ersten Blick geht es  Volkswagen blendend. Das Geschäft brummt wie nie. 2011 dürften die Wolfsburger die konzernweite Zielmarke von 8 Millionen verkauften Fahrzeugen knacken. Nachdem sie an  Toyota vorbeigezogen sind, ist auf dem Weg an die automobile Weltspitze nur noch  General Motors zu bezwingen. Auf den zweiten Blick haben VW-Lenker Martin Winterkorn und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch aber noch jede Menge zu tun:

MAN-Integration

Anfang November erlaubte die EU-Kommission die Übernahme von 55,9 Prozent des Lkw- und Maschinenbau-Spezialisten. Damit ist aus Wolfsburger Sicht zumindest formal das Ende eines langen Wettstreits zwischen den Münchnern und der schwedischen Tochter Scania besiegelt.

Ungeklärt ist derweil, welchen Platz die zehnte Marke  MAN in der Konzernfamilie einnimmt. Kommt eine Lastwagen-Holding - und wenn ja, unter wessen Führung? Welche Rolle spielt das eigene VW-Nutzfahrzeuggeschäft in Hannover? Fragen wie diese sind drängender als vermutet, zumal Scania wegen einer schwächeren Nachfrage 2012 die Produktion drosseln muss.

Porsche-Übernahme

Am stärksten treibt die Macher hinter den Kulissen wohl die Hängepartie der aufgeschobenen Porsche-Übernahme um. VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch wollte bis zum Jahresende Klarheit über einen "Plan B" als Alternative zur gescheiterten Direktfusion schaffen. Offizielle Neuigkeiten gibt es allerdings nach wie vor nicht. Der Streit um die Bewertung rechtlicher und steuerlicher Risiken hatte die Pläne für das 2011 erhoffte Zusammengehen ausgehebelt. Wie das Spiel weitergeht? Aus Wolfsburg heißt es: "Kein weiterer Kommentar."

So ist der Wunsch der zwei - ein "integrierter Automobilkonzern"- noch unerfüllt. Die Verzögerung schneidet den Stuttgartern finanziell ins Fleisch. Nach dem Friedensschluss 2009 räumten sich beide Seiten Rechte ein, mit denen die Anteile an der  Porsche AG auch schrittweise übertragen werden können. Wegen buchhalterischer Bewertungsregeln musste die Porsche-Dachgesellschaft die verschobene Fusion Ende des dritten Quartals mit minus 3,7 Mrd. Euro in die Bücher nehmen.

Darüber hinaus müssen die VW-Justiziare vor dem Jahresende noch ordentlich ackern. Denn seit Oktober liegt auf ihren Tischen ein Schriftsatz vom Landgericht Braunschweig, der es so richtig in sich hat. Investoren wollen von der  Porsche SE 1,1 Mrd. Euro Wiedergutmachung, weil die Holding 2008 bei der gescheiterten Übernahmeschlacht mit  VW Anleger getäuscht haben soll.

Suzuki-Querelen

Auch das Reizthema Suzuki lässt  VW nicht ruhen. Nach monatelangen Querelen, bei denen beide Firmen einen Bruch des Kooperationsvertrags monierten, zerschnitten die Japaner Mitte November das Tischtuch: Konzernpatriarch Osamu Suzuki kündigte an, den Schiedsgerichtshof der internationalen Handelskammer anzurufen. Er will den Anteil von rund 20 Prozent von  VW zurückkaufen, doch die Deutschen stellen sich quer.

" VW hält an seiner rechtlichen Bewertung fest", erklärt der Konzern. Bereits zuvor hatte es geheißen, dass die Vorwürfe aus Fernost - etwa von zu wenig Einblick in die technische Entwicklung bei  VW - nicht zuträfen. Im Gegenzug beschuldigen die Wolfsburger Suzuki, Motoren beim Erzrivalen Fiat bestellt zu haben. Misstrauen allenthalben: Die Japaner zogen inzwischen zahlreiche Mitarbeiter ab


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
Volkswagen Vz DE0007664039 132,20 -1,16 %  Detailinformationen
Porsche AutoHldg Vz DE000PAH0038 41,82 -1,83 %  Detailinformationen
Suzuki Motor JP3397200001 17,07 + 0,78 %  Detailinformationen

 

© 2011 dpa

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DAX 6.384,26

-16,80 Punkte/-0,26%
Chart
DAX Tops
  Kurse Diff%
36,39 +2,67%
23,26 +1,77%
45,92 +1,59%
103,55 +0,63%
DAX Flops
  Kurse Diff%
15,58 -2,69%
13,27 -2,03%
81,00 -1,73%
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