2011 sollte eigentlich das Jahr sein, in dem
Volkswagen
Porsche unter sein Dach holt. Daraus wurde vorerst nichts. Die Wolfsburger fahren zwar weiter auf Rekordkurs. Aber es gibt noch viele Baustellen.
Volkswagen Vz
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Börsenwert
19.796,11 Mio €
Kurs Erscheinungstag
120,05 €
Veränd. z. Vortag
-1,16 %
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MAN-Integration
Anfang November erlaubte die EU-Kommission die Übernahme von 55,9 Prozent des Lkw- und Maschinenbau-Spezialisten. Damit ist aus Wolfsburger Sicht zumindest formal das Ende eines langen Wettstreits zwischen den Münchnern und der schwedischen Tochter Scania besiegelt.
Ungeklärt ist derweil, welchen Platz die zehnte Marke
MAN in der Konzernfamilie einnimmt. Kommt eine Lastwagen-Holding - und wenn ja, unter wessen Führung? Welche Rolle spielt das eigene VW-Nutzfahrzeuggeschäft in Hannover? Fragen wie diese sind drängender
als vermutet, zumal Scania wegen einer schwächeren Nachfrage 2012 die Produktion drosseln muss.
Porsche-Übernahme
Am stärksten treibt die Macher hinter den Kulissen wohl die Hängepartie der aufgeschobenen Porsche-Übernahme um. VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch wollte bis zum Jahresende Klarheit über einen "Plan B" als Alternative zur gescheiterten Direktfusion schaffen. Offizielle Neuigkeiten gibt es allerdings nach wie vor nicht. Der Streit um die Bewertung rechtlicher und steuerlicher Risiken hatte die Pläne für das 2011 erhoffte Zusammengehen ausgehebelt. Wie das Spiel weitergeht? Aus Wolfsburg heißt es: "Kein weiterer Kommentar."
So ist der Wunsch der zwei - ein "integrierter Automobilkonzern"- noch unerfüllt. Die Verzögerung schneidet den Stuttgartern finanziell ins Fleisch. Nach dem Friedensschluss 2009 räumten sich beide Seiten Rechte ein, mit denen die Anteile an der
Porsche AG auch schrittweise übertragen werden können. Wegen buchhalterischer Bewertungsregeln musste die Porsche-Dachgesellschaft die verschobene Fusion Ende des dritten Quartals mit minus 3,7 Mrd. Euro in die Bücher nehmen.
Darüber hinaus müssen die VW-Justiziare vor dem Jahresende noch ordentlich ackern. Denn seit Oktober liegt auf ihren Tischen ein Schriftsatz vom Landgericht Braunschweig, der es so richtig in sich hat. Investoren wollen von der
Porsche SE 1,1 Mrd. Euro Wiedergutmachung, weil die Holding 2008 bei der gescheiterten Übernahmeschlacht mit
VW Anleger getäuscht haben soll.
Suzuki-Querelen
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