Die Arznei Alpharadin habe in einem klinischen Test mit rund 920 Krebs-Patienten positive Ergebnisse gezeigt, teilte
Bayer am Montag in Berlin mit. In der Studie mit Patienten, bei denen sich der Krebs bereits auf die Knochen ausbreitete, habe eine Behandlung mit dem Präparat das Überleben der Patienten statistisch signifikant verlängert. Damit sei das vorrangige Studienziel erreicht worden. Alpharadin ist einer der Hoffnungsträger der Bayer-Pharmasparte. Dem Medikament werden in der Spitze Jahresumsätze von mehreren hundert Millionen Euro zugetraut.
In dem Arzneitest habe die mittlere Überlebenszeit der Patienten, die Alpharadin zusätzlich zu einer Standardtherapie erhielten, bei 14 Monaten gelegen. Patienten, die zur Standardbehandlung noch ein Plazebo bekamen, lebten
Bayer zufolge dagegen nur 11,2 Monate länger. Der Pharma- und Chemiekonzern beendete die Studie jetzt vorzeitig, damit auch Patienten aus der Plazebo-Gruppe zur Behandlung mit Alpharadin wechseln können. Nach den positiven Daten wolle
Bayer die Zulassungsstrategie für das Präparat überprüfen, sagte eine Sprecherin. Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten. Im Jahr 2008 litten weltweit etwa 900.000 Männer an Prostatakrebs, 250.000 starben daran.
Vollständige Daten aus dem Test der Phase III will
Bayer auf einem der nächsten Mediziner-Kongresse präsentieren. Neue Medikamente müssen erst drei Phasen der klinischen Überprüfung am Menschen bestehen.
Bayer hatte sich im September 2009 Rechte an dem Präparat von der norwegischen Firma Algeta gesichert. Die klinische Entwicklung des Präparats sowie die Verantwortung für Zulassungsverfahren und Vermarktung liegt bei
Bayer.
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