Der Freiburger Fotovoltaik-Spezialist SAG Solarstrom baut bis 2011 die größte Freiflächensolaranlage Norditaliens. Der Großauftrag untermauert die eigene Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr. Die Aktie dürfte den Aufwärtstrend fortsetzen.
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Der Freiburger Fotovoltaik-Spezialist SAG Solarstrom teilte am Donnerstagabend mit, eines der größten zusammenhängenden Solarstromprojekte Norditaliens errichten zu wollen. Noch in diesem Jahr soll der Startschuss für den Bau in der Region Veneto fallen, der Ende 2011 errichtet sein soll. Das Projekt auf einer Grundfläche von 150 Hektar und mit einer Gesamtleistung von 48 Megawatt ist nach eigenen Angaben das größte in der Unternehmensgeschichte von SAG Solarstrom. Das Gelände sei baulich bereits erschlossen, alle Genehmigungen wurden erteilt. Um einen schnellen und sicheren Netzanschluss der Anlage zu ermöglichen, baut SAG Solarstrom ein eigenes Umspannwerk, das nach Abschluss des Projektes an die italienische Terna SPA veräußert werden soll.
Die Firma wird bei dem Bau als Projektrealisierer fungieren und mit dem Kooperationspartner Solibra Solar Solutions aus Lahnstein zusammenarbeiten. Zu konkreten Finanzierungsmodalitäten und möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen machte das Unternehmen allerdings keine Angaben. Wie es heißt, werde SAG Solarstrom in einer ersten Stufe Finanzmittel aus der Refinanzierung abgeschlossener Projekte einsetzen. Da die Umsetzung des Projektes bereits im laufenden Jahr beginnt, dürften 2010 zudem erste Umsatz- und Ergebnisbeträge abfallen. Zumindest teilte das Management mit, dass das Projekt die eigene Prognose, im Jahr 2010 einen Umsatz zwischen 190 und 210 Mio. Euro und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern zwischen 8 und 11 Mio. Euro erwirtschaften zu wollen, untermauern werde.
Der neue Auftrag dürfte auch den Aufwärtstrend der Aktie untermauern. Seit Mitte 2008 läuft der Nebenwert wie an der Schnur gezogen gen Norden. Überspringt der Titel nun auch das Jahreshoch bei 5,05 Euro nachhaltig, rückt schnell das 4-Jahreshoch bei 5,20 Euro in Sichtweite. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, dürfte die Aktie zügig in den Bereich um 6 Euro vorankommen. Risikobereite Anleger, die bereits investiert sind, halten den Titel. Spekulative Neueinsteiger, die charttechnisch agieren möchten, springen allerdings erst oberhalb von 5,20 Euro auf den fahrenden Zug auf. Anfangs empfiehlt sich, den Stoppkurs bei 4,39 Euro zu platzieren und diesen dann mit steigenden Kursen rasch auf Einstand nachzuziehen.
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